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Fachbegriffe

Die wichtigsten Begriffe und Kommandos im Taekwondo Unterricht.
Technikbezeichnungen sind im Theorieteil der Prüfungsordnung zu finden.

Anreden

  • Sabum-nim

    사범님

    Anrede eines Schulleiters ab dem 5. DAN
    사 Sa (Lehrer) 범 Bum (Vorbild) 님 Nim (höfliche Anrede)

  • Kyosa-nim

    Anrede für Trainer bis 4. DAN


wichtige Kommandos

  • Cha-riot!

    차렷
    Achtung!
  • Kyong-Ye!

    경례
    Grüßen, Verbeugen!
  • Junbi!

    준비
    Bereitmachen!
  • Paro!

    바로

    Zurück zur Startposition!

Kompendium

© Die Zusammenstellungen, Texte und Illustrationen auf diesen Seiten stehen im geistigen Eigentum der KWON Kampfkunstschule

Fußtechniken

Chagi

Der Fußtritt. Oberbegriff für alle Kicktechniken. 

Apchagi

Der Vorwärtstritt.

Ap Cha Busigi

Frontschnapptritt.

Apcha Chirugi

Frontaler Durchstoßtritt.

Apcha Tulki

frontaler Stichtritt.

Apcha Milgi

frontaler Schiebetritt.

Apcha Momchugi

frontaler Stopptritt.

Yobap Chagi

Seitlicher Frontschnapptritt.

Apcha Olligi

Frontaler Fußaufschwung.

Yopchagi

Der seitliche Tritt.

Yopcha Chirugi

Seitlicher Stoßtritt.

Yopcha Olligi

Seitlicher Fußaufschwung.

Yopcha Tulki

Seitlicher Stichtritt.

Yopcha Milgi

seitlicher Pushkick.

Yopcha Momchugi

seitlicher Stopptritt.

Tora Yop Chagi

Seitlicher Fußstoß aus der Rückwärtsdrehung

Dwit Chagi

Rückwärtstritt. Back Kick.

Dwitcha Milgi

Rückwärts-Schiebetritt.

Dwit Cha Busigi

Rückwärtiger Schnapptritt.

Tollyo Chagi

Der runde Tritt. Roundhousekick.

Ap Tollyo Chagi

Front-Rundtritt.

Yop Tollyo Chagi

Seitlicher runder Tritt.

Naeryo Chagi

Abwärtstritt. Axttritt.

Yop Naeryo Chagi

Seitlicher Abwärtstritt.

Haxekick

Hybridtechnik für das Sparring.

Gokaeng-I Chagi

Der Spitzhackentritt.

Jigeau Chagi

Der gerade Tritt.

Pandae­tollyo Chagi

Der Fersdrehschlag.

Pandae­tollyo Goro Chagi

Fersehakentritt.

Ap Pandae­tollyo Chagi

Der frontale Fersentritt.

Bandal Chagi

abfangender Einwärtstritt. Halbmondtritt.

Baldeung Chagi

der Spanntritt.

Huryo Chagi

Der Peitschentritt.

Sewo Chagi

Vertikaler Tritt.

Kolchyo Chagi

Hakenförmiger Abfangtritt.

Pituro Chagi

Gewundener Tritt.

Peet Chagi

Schräger Tritt. Diagonaltritt.

Gyeot Chagi

Seitschlagtritt.

Mureup Chagi

Der Kniestoß.

Ollyo Chagi

Aufwärtstritt mit dem Knie.

Nullo Chagi

Presstritt.

Doro Chagi

Der Wellentritt.

Goro Chagi

Fußhaken. Tackling Kick.

Suroh Chagi

Der Fegetritt.

Cha Bapki

Stampftritt.

Jirumyo Chagi

Tritt mit Fauststoß.

Duro Gamyo Chagi

Skip-Kick. Übersprungener Tritt.

Pihamyo Chagi

Der Ausweichtritt.

Twimyo Chagi

Der Sprungtritt.

Schlagtechniken

Chirugi

Der Fauststoß.

Ap Chirugi

Gerader Fauststoß nach vorne.

Ssang Kwon Ap Chirugi

Der doppelte Fauststoß.

Yobap Chirugi

Der seit-fontale Fauststoß.

Yop Chirugi

Fauststoß zur Seite.

Ollyo Chirugi

Der Aufwärtsstoß.

Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Fauststoß.

Ssang Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Doppelfauststoß.

Sewo Chirugi

Der senkrechte Fauststoß. Vertikalstoß.

Ssang Sewo Chirugi

Doppelter vertikaler Fauststoß.

Naeryo Chirugi

Abwärtsstoß.

Bandal Chirugi

Die Bogenfaust. Halbmondstoß.

Ssang Bandal Chirugi

Die doppelte Bogenfaust.

Tollyo Chirugi

Der eingedrehte Fauststoß.

Giokja Chirugi

Der Winkelfauststoß.

Dwit Chirugi

Der rückwärtige Fauststoß.

Tigutcha Chirugi

Der U-förmige Fauststoß.

Supyong Chirugi

Horizontaler Fauststoß.

Tu Kwon Chirugi

Stoß mit zwei Fäusten.

Tulki

Der Stich.

Gwansu Tulki

Der Fingerspitzenstich. 

Chong Gwansu Tulki

Senkrechter Fingerspitzenstich.

Pyong Gwansu Tulki

Der flache Fingerspitzenstich. 

Twijibo Pyong Gwansu

Der umgedrehte Fingerspitzenstich. 

Homi Gwansu Tulki

Der abgewinkelte Fingerspitzenstich. 

Sun Palkup Naeryo Tulki

Nach unten gerichteter Ellbogenstich.

Yop Palkup Tulki

Ellbogenstich zur Seite.

Dwit Palkup

Der rückwärtige Ellbogenstich.

Supyong Palkup Tulki

Der horizontale Ellbogenstich.

Pakkuro Palkup Tulki

Der Ellbogenstich nach außen.

Ssang Yop Palkup Tulki

Beidseitiger seitlicher Ellenbogenstoß

Ghutgi

Der Cross-Cut. Kreuzschnitt.

Taerigi

Der Schlag.

Anuro Taerigi

Der Einwärtsschlag.

Ssang Anuro Taerigi

beidseitiger Einwärts-Schlag.

Pakkuro Taerigi

Der Auswärtsschlag.

Hechyo Taerigi

Der Keilschlag.

Yop Taerigi

Der seitliche Schlag.

Supyong Taerigi

Horizontaler Schlag.

Ap Taerigi

Der frontale Schlag.

Yobap Taerigi

Seitlicher Vorwärtsschlag.

Yopdwi Taerigi

Seitlicher Rückwärtsschlag.

Naeryo Taerigi

der Abwärtsschlag.

Bandal Taerigi

Der Bogenschlag.

Dollimyo Taerigi

Der Kreisschlag.

Palkup Taerigi

Der Ellbogenschlag.

Wi Palkup Taerigi

Aufwärts-Ellenbogen-Schlag.

Ap Palkup Taerigi

Der frontale Ellbogenschlag.

Anuro Palkup Taerigi

Der hohe Ellbogenschlag einwärts.

Yop Ollyo Palkup Taerigi

Der seitlich hebende Ellbogenschlag.

Blocktechniken

Makki

Überbegriff für alle Blocktechniken.

Sektions­blöcke

Blöcke nach Körperebenen.

Hadan Makki

Tiefblock.

Chungdan Makki

mittelhoher Block.

Sangdan Makki

Hoher Block.

Taebi Makki

Schutzblock. Deckungsblock. Kampfstellung. Parade

Ssang Makki

Zwillingsblock.

Chukyo Makki

Hoher hebender Block.

Tollimyo Makki

Kreisblock. Kreisender Block.

Kolchyo Makki

Hakenblock.

Tu Palmok Makki

Doppelblock mit den Unterarmen.

Kyocha Makki

Kreuzblock.

Nullo Makki

Druckblock.

Miro Makki

Schiebender Block.

Turo Makki

Schaufelblock.

Digutja Makki

U-förmiger Block.

San Makki

W-förmiger Block. Bergblock.

Hechyo Makki

Keilblock.

Kutcha Makki

9-förmiger Block. Neunerblock.

Tu Pandalson Makki

Block mit der doppelten Bogenhand.

Soopyong Makki

Horizontaler Block.

Hori Makki

Taillenblock. Auch: Hüftblock.

Ollyo Makki

Aufwärtsblock.

Naeryo Makki

Abwärtsblock.

Anuro Makki

Einwärtsblock.

Pakkuro Makki

Auswärtsblock.

Ap Makki

Frontaler Block

Yop Makki

Seitlicher Block.

Yop Ollyo Palkup Makki

Seitlich hebender Block mit dem Ellbogen.

Yobap Makki

Seitfrontaler Block.

An Makki

Block auf der Innenseite des Gegners.

Pakkat Makki

Block auf der Außenseite des Gegners.

Momchau Makki

Der Kontrollblock. Stoppblock.

Narani Makki

Parallelblock.

Ttaeryo Makki

Schlagender Block.

Putchaba Makki

Greifblock.

Goduro Makki

Unterstützender Block. Assistierter Block.

Tanggyo Makki

Zugblock. Ziehender Block.

Pituro Makki

Ausdrehblock.

Yuin Makki

Lockblock. Umleitender Block.

Chungdan | Hadan Makki

Scherblock.

Sangdan | Hadan Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock.

Hadan | Chukyo Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock. Diamantblock.

Hadan | Yopdwi Anpalmok Makki
Gegenläufiger Hoch-Tief-Block.
Hadan | Yopdwi Sangdan Makki
Gegenläufiger Hoch-Tief Ellenblock.

Richtungen

Anuro

Richtungsangabe "nach innen".

Ap

Richtungsangabe "nach vorne" bzw "vorwärts".

Bandae

Gegenüberliegend, mit der Gegen(gewichts)seite.

Baro

Gleichseitig, mit der Gewichtsseite, direkt, gerade.

Chungdan

Chungdan bedeutet „mittlere Stufe“ und bezeichnet die Region vom Halsansatz bis hinunter zum Bauchnabel

Dwi

Richtungsangabe "rückwärtig" bzw. "nach hinten".

Hadan

Hadan bedeutet „untere Stufe“ (vom Bauchnabel abwärts)

Naeryo

Richtungsangabe "abwärts", "nach unten"

Ollyo

Richtungsangabe "aufwärts" bzw. "nach oben".

Pakkuro

Richtungsangabe "nach außen".

Sangdan

Sangdan bedeutet „obere Stufe“ (Hals- und Kopfbereich)

Tora

gedreht, umgedreht.

Ttwimyeo

Im Sprung, gesprungen.

Yop

Richtungsangabe "zur Seite" bzw "seitwärts".

die 20 Schritte

Im traditionellen Taekwondo kennt man 20 Schrittpositionen.

Hugul Sogi

Rückwärtsstellung. Kurzer Schritt.

Chongul Sogi

Die Vorwärtsstellung. Langer Schritt.

Kima Sogi

Reiterstellung.

Moa Sogi

Geschlossene Stellung.

Narani Sogi

Schulterbreite Parallelstellung.

Kojong Sogi

Fester Stand.

Goburyeo Sogi Typ A

Beugehaltung.

Goburyeo Sogi Typ B

Beugehaltung Typ B.

Ap Kyocha Sogi

Kreuzstellung.

 

Dwitbal Sogi

Hinterfußstand.

Dwit Kyocha Sogi

rückwärtige Kreuzstellung.

 

Tora Dwitbal Sogi

eingedrehter Hinterfußstand.

Nachuo Sogi

Tiefer Stand.

Sujik Sogi

Aufrechter Stand. Senkrechtstellung.

Mureup Sogi

Kniestand.

Sason Sogi

Diagonalstellung.

 

Oebal Sogi

Einbeinstellung.

Palja Sogi

Offener Stand.

An-Palja Sogi

Innerer offener Stand.

Oguryo Sogi

Duckstellung. Lauerstellung.

Vorbereitungs­haltungen

Charyot Sogi

Achtungsstellung.

Narani Junbi Sogi

Parallele Vorbereitungshaltung mit den Fäusten vor dem Unterbauch.

Kyorugi Sogi

Kampfstellung.

Yeon-gyeol Sogi

Der Kombinationsstand.

Moa Sogi A

geschlossener Vorbereitungsstand Typ A.

Moa Sogi B

geschlossener Vorbereitungsstand Typ B.

Moa Sogi C

geschlossener Vorbereitungsstand Typ C.

Moa Sogi D

geschlossener Vorbereitungsstand Typ D.

Hanulson Sogi

Parallele Vorbereitungshaltung "Himmelshand".

Warrior Stance A

Vorbereitende Warrior Stance Typ A.

Warrior Stance B

Vorbereitende Warrior Stance Typ B.

Ul-Ji Junbi Sogi

Parallele Vorbereitungshaltung der Ul-Ji Hyong mit vor der Brust gekreuzten Unterarmen mit geöffneten Händen.

Tong-Il Junbi Sogi

Parallele Vorbereitungshaltung der Tong-Il Hyong mit gekreuzten Händen.

Kommandos

Charyeot!

Das Kommando "Charyeot!" bedeutet "Achtung!"
Es ist das Signal dafür, die Aufmerksamkeit auf den Lehrer zu richten, stillzustehen und die sogenannte geschlossene Grundstellung (Moa Sogi) einzunehmen.

Kyongne!

Grüßen mit Verbeugung. In der Praxis wird immer zusammen mit dem Befehl "Charyeot!" verwendet, sodass die Abfolge für Aufmerksamkeit und Verbeugung "Charyeot! Kyong-ne!" lautet.

Junbi!

Das Kommando Junbi bedeutet „fertig!“ oder „bereit!“.
Mit diesem Kommando wird dem Schüler signalisiert, eine bestimmte Vorbereitungshaltung einzunehmen und sich auf die bevorstehende Übung zu fokussieren.

Paro!

Das Kommando "Paro!" bedeutet "Zurück! (auf die Startposition)".

Dora!

Das Kommando "Dora!" bedeutet "Umdrehen!".

Sijak!

Das Kommando "Sijak!" bedeutet Start der Übung oder des Kampfes.

Gallyo!

Das Kommando "Gallyo!" bedeutet "Auseinander!" bzw. "Unterbrechung!" im Freikampf.

Gyesok!

Das Kommando "Gyesok!" bedeutet "Weiter!" also das Fortsetzen des Freikampfs.

Shi-gan!

Shi-gan bedeutet übersetzt schlicht „Zeit“ oder „Zeitstopp“. Wenn der Kampfrichter das Kommando Shi-gan gibt, signalisiert er dem Zeitnehmer, die Wettkampfzeit offiziell anzuhalten.

Hong-seung!

Hong-seung bedeutet „Sieg für Rot“

Baek-seung!

Baek-seung bedeutet „Sieg für Weiß“

Anatomie

Kwon

Die Faust. Oberbegriff für alle Handtechniken in Tae Kwon Do.

Chongkwon

Die Vorderfaust. Standardhaltung für Fauststöße.

Clench Fist

Rikwon

Der Faustrücken.

Yukwon

Die Hammerfaust.

Pyongkwon

Die flache Faust.

Changkwon

Die Handballenfaust.

Mit-Jumok

die Unterfaust.

In-Ji-Kwon

Zeigefingerknöchelfaust.

Chung-Ji-Kwon

Mittelfingerknöchelfaust.

Umji-Jumok

die Daumenfaust.

Sudo

Die Handkante.

Yoksudo

Die Innenhandkante.

Gwansu

Die Speerhand. Fingerspitzen.

Il-Ji-Gwansu

Die Zeigefingerspitze.

I-Ji-Gwansu

Die doppelte Fingerspitze.

Chong-Gwansu

Die gerade Speerhand.

Pyong-Gwansu

Die flache Speerhand.

Homi-Gwansu

Abgewinkelte Fingerspitzen.

Pandalson

Die Bogenhand.

Sondung

Der Handrücken.

Sonbadak

Die Handfläche.

Sudo-Batang

Die Wurzel der Handkante.

Umji-Batang

Die Daumenwurzel.

Changkwon Batang

Die Wurzel des Handballens.

Komson

Bärentatze.

Sonmok-Dung

Handgelenksrücken. Gebeugtes Handgelenk.

Palkup

Der Ellbogen.

Palmok

Der Unterarm.

An-Palmok

Der Innenseite des Unterarms. Speiche.

Pakkat-Palmok

Die Außenseite des Unterarms. Elle.

Palmok-Dung

Der Rücken des Unterarms.

Mit-Palmok

Die Unterseite des Unterarms.

Apchuk

Fußballen.

Dwichuk

Ferse.

Baldung

Span. Fußrücken. Oberer Rist.

Chokdo

Fußschwert. Fußaußenkante.

An-Chokdo

Fußinnenkante. Inneres Fußschwert. 

ap palkumchi

Die vordere Sohle.

twitpalkumchi

Fersensohle.

Palkkut

Die Zehen.

Im Regelfall werden bei den Tritten die Zehen nach hinten gezogen, um Verletzungen zu vermeiden und die Fußmuskulatur zu stärken. In seltenen Fällen können jedoch die Zehen selbst für gezielte Aktionen eingesetzt werden. Der Hauptanwendungsfall hierfür sind sicherlich gezielte Angriffe gegen den Unterleib.

Weiterhin dient der gezielte Einsatz der Zehen vor allem der Verankerung im Boden zur Kraftübertragung.

Ein spezieller Einsatzzweck der Zehen ist das Fixieren des gegnerischen Fußes am Boden, wenn zB Hebeltechniken angewendet werden. Diese Methode wirde im Unterricht scherzhaft "Zehe des Todes" genannt, wegen der durchaus schmerzhaften Wirkung. Zehe des Todes könnte man koreanisch mit "Sajijok" (사지족) übersetzen.

Mureup

Knie.

Heori

Die Hüfte. Das Powerhouse der Kampfkunst.

Die Hüfte ist ein zentrales Element im Taekwondo, da sie bei fast allen Techniken entscheidend eingesetzt wird. Wie auch im Karate ist die Hüfte das "Powerhouse" (Kraftzentrum) des Körpers. Sie erfüllt vier elementare biomechanische Funktionen:

Zentraler Kraftgenerator (Kinetische Kette)

Reine Armkraft reicht nicht aus. Die Hüfte dient als Bindeglied, das die Energie aus dem Boden über die Beine aufnimmt, durch Rotation massiv verstärkt und an den Oberkörper weiterleitet. Ein Schlag mit korrektem Hüfteinsatz erzeugt ein Vielfaches an Aufprallkraft.

Hüftrotation

Die Hüftdrehung steuert die Art der Kraftübertragung.

Fixierung und Stabilität (Kime)

Im exakten Moment des Treffers (oder am Endpunkt eines Blocks) wird die Hüfte für einen Sekundenbruchteil komplett fixiert und eingerastet. Dieses abrupte Abstoppen ist essenziell für das Kime (Brennpunkt der Energie), um die gesamte Kinetik explosionsartig im Ziel zu entladen.

Reichweitenverlängerung

Durch das bewusste Vorschieben einer Hüftseite bei geraden Tritten oder Fauststößen gewinnt die Technik entscheidende Zentimeter an Reichweite, ohne dass der Trainierende den Oberkörper instabil nach vorne lehnen muss.

Wichtige Fachbegriffe mit Bezug zur Hüfte

Chungdan | Hadan

Die Hüfte dient als anatomische Trennlinie. Der Bereich von den Füßen bis zur Hüfte heißt Hadan (untere Stufe), die Zone von der Hüfte bis zum Hals nennt sich Chungdan (Körpermitte).

Benson/ Torite/ Hikite

Das explosive Zurückziehen der freien Hand an die eigene Hüfte. Diese Gegenbewegung öffnet den Brustkorb und beschleunigt die Hüftrotation der schlagenden Seite drastisch.

Sayo 사요

Sayo bedeutet wörtlich "Hüfte des Todes". Scherzhaft wird damit im Unterricht das kraftvolle Wegschubsen eines zu nahe stehenden Gegners/ Übungspartners mit der Hüfte bezeichnet.

Ha-Bog-Bu

Ha-Bog-Bu bezeichnet das energetische Zentrum der Körpermitte.

Ha-Bog-Bu wird in der Kampfkunstphilosophie als das physische und energetische Zentrum des Körpers angesehen. Das Ha-Bog-Bu entspricht dem japanischen Begriff Hara oder Tanden (chinesisch: Dantian).

Im Koreanischen setzt sich das Wort zusammen aus

  • Ha (하): unten / tief
  • Bok-Bu (복부): Bauch / Magenbereich

Gemeint ist damit ist der energetische Schwerpunkt des Körpers, der etwa drei Fingerbreiten unter dem Bauchnabel liegt.

Quelle der Kraft (Kihap):

Wenn im Taekwondo der Kampfschrei (Kihap) ausgestoßen wird, soll die Luft explosionsartig aus dem Ha-Bog-Bu (Unterbauch) gepresst werden. Dies stabilisiert die Rumpfmuskulatur im Moment des Treffers und schützt die inneren Organe.

Gleichgewicht und Stabilität

Bei der Ausführung von Formen (Tul oder Poomsae) sowie bei Kicks gilt das Ha-Bog-Bu als der Ankerpunkt. Ein konzentriertes, angespanntes Zentrum ermöglicht maximale Balance bei Drehungen und hohen Tritten.

Cup and Saucer

Cup and Saucer Position.

Zu sehen in der Chung-Jang Hyong (Bewegung 28).

Die Cup-and-Saucer-Position, also das Zurückziehen beider Fäuste zur gegenüberliegenden Hüfte, ist keine bloße Vorbereitungsbewegung. Vielmehr kann diese Technik für verschiedene Hebelprinzipien eingesetzt werden. Sie dient häufig dazu, einen Ellenbogenhebel anzusetzen.

 

Häufig wird die Beewegung auch als Genickhebel (Neck Crank) interpretiert. In bestimmten Situationen kann man damit auch unter den Arm des Gegners greifen (Underhook) und dessen Schulter zu sich heranziehen.

 

Kyocha Jumok

gekreuzte Fäuste.

Diese Technik kommt häufig als Abwehr nach oben oder unten vor, um Tritte oder Schläge mit der Kraft beider Arme zu stoppen.

Kyocha Sudo

gekreuzte Handkanten.

Diese Technik wird in Verbindung mit einem Kreuzblock verwendet, insbesondere wenn der Gegner gleich danach gegriffen werden soll.

hohe umschlossene Faust

Handposition in Moa Junbi Sogi A.

tiefe umschlossene Faust

Handposition in Moa Junbi Sogi B.

Pogaen Sondung

übereinandergelegte Handrücken in Moa Junbi Sogi C.

Tu Pandalson

doppelte Bogenhand.

Handhaltung für den doppelten Bogenhandblock, z.B. als Bewegung 7 in der Gaebaek Hyong. Dabei werden beide Hände geöffnet, sodass Daumen und Zeigefinger eine halbmondförmige Rundung bilden. Die Hände werden so zueinander gebracht, dass sie einen starken Widerstand gegen einen großflächigen seitlichen Angriff bilden.

Hanulson

Die Himmelshand.

Diese Handhaltung kommt unter anderem am Anfang der Schwarzgurt-Formen Gwang-Gae Tul und Po-Eun Hyong vor. Sie symbolisiert traditionell den Blick oder das Strecken der Hände in Richtung Himmel.

Kyocha Sondung

gekreuzte Handrücken.

Handhaltung in der Vorbereitungsposition der Ul-Ji Hyong. Die praktische Anwendung wäre ein Fernhalten oder Wegstoßen eines Gegners, der sich von vorne nähert.

weitere Begriffe

  • Do Jang

    도장
    die Schule, wörtlich "Haus der Disziplin"
  • Dobok

    도복
    der Übungsanzug, wörtlich "Kleidung des Weges" (Gürtel: Ty)
  • Dan

    Rangstufen der Schwarzgurte (Meistergrade)
  • Kup

    Rangstufen der Farbgurte
  • Hak-Seng

    der Schüler
  • Simsa

    die Gürtelprüfung
  • Sibum

    die Vorführung
  • Sunbae-nim

    선배님
    Fortgeschrittener Schüler, Assistenztrainer

10 Disziplinen

  • Hyong

    der Formenlauf.
    System der 20 Übungsformen aus dem traditionellen Taekwon-Do.
  • Gibon Yeonseup

    기본 연습
    die Basisübungen.
    Einzelne Techniken und Bewegungsfolgen (Kombinationen) werden durch mehrfaches Wiederholen geübt.
  • Pateuneo Yeonseup

    파트너 연습
    die Partnerübung.
    Bewegungsfolgen werden im Zusammenspiel mit einem Übungspartner trainiert.
  • Ilbo Taeryon

    일보 대련
    der Einschrittkampf.
    Anwendung der Techniken am Gegner nach vorgegebenen Bewegungsmustern (kontaktlos).
    Seltener geübte Formen sind der Zweischrittkampf (Ibo Taeryon) sowie der Dreischrittkampf (Sambo Taeryon).
  • Chayu Taeryon

    대련
    der Freikampf. Auch: sparring (Koryugi 겨루기)
    Der nicht abgesprochene, freie Kampf nach den Regeln des traditionellen Taekwon-Do kontaktlos
  • Hosinsul

    호신술
    die Selbstverteidigung.
    Übungen zur Überwältigung eines Angreifers.
  • Kwan Jyel Sul

    Hebeltechniken als Bestandteil der Selbstverteidigung.
    Die Manipulation eines Gelenks sorgt für eine Fixierung und/oder Verlust des Gleichgewichts beim Gegner. Da Muskelkraft bei der Anwendung dieser Techniken eine untergoerdnete Role spielt, sind viele davon auch bei einem größeren Gewichts- und Größenunterschied anwendbar.
  • Kyek pa

    격파
    der Bruchtest.
    Zerschlagen von Material (idR Holz und Stein) als Test von Technik, Fokus und Willen.
  • Che Jo

    체조
    die Funktionsgymnastik.
    auch: Dosu Dallyon | Aufbautraining für Kraft, Ausdauer, Koordination und Dehnung.
    weiterhin: Junbi Udang | die vorbereitende Übung, das Aufwärmen vor dem Einsatz
  • Ilon

    이론
    Die Trainingskunde (Theorie).
    Dazu gehören neben den geschichtlichen und philosophischen Hintergründen der Kampfkunst vor allem das für die gesunde Üben notwendige Wissen in den Bereichen der Trainingskunde, Anatomie und Ernährung.

Zahlen

  • 1 - hana

    하나
  • 2 - dul

  • 3 - set

  • 4 - net

  • 5 - daseot

    다섯
  • 6 - yeoseot

    여섯
  • 7 - ilgop

    일곱
  • 8 - yeodeolp

    여덟
  • 9 - ahop

    아홉
  • 10 - yeol

  • 11 - yeol hana

    열하나
  • 12 - yeol dul

    열둘
  • 20 - seumul

    스물
  • 21 - seumul hana

    스물하나
  • 30 - seoreun

    서른
  • 40 - maheun

    마흔
  • 50 - swin

  • 60 - yesun

    예순
  • 70 - ilheun

    일흔
  • 80 - yeodeun

    여든
  • 90 - aheun

    아흔
  • 100 – baek

Ordnungszahlen

  • erster - il

  • zweiter - i

  • dritter - sam

  • vierter - sa

  • fünfter - o

  • sechster - yuk

  • siebter - chil

  • achter - pal

  • neunter - gu

  • zehnter - ship

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