2013

Jahresrückblick über die Ereignisse rund um die KWON Kampfkunstschule


2. Februar 2013 | Interview

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Kampfkunst statt Kampfsport

Kennenlernen und Schätzen des eigenen Körpers mit der vielfältigen Kunst des Taekwondo

Neben dem Wettbewerb birgt die Sportart Taekwondo auch noch einen zweiten Aspekt:

Die Kunst des Bewegens mit einer philosophischen Note. Dabei geht es um das lebenslange Lernen, wie Claus Moos von der Kampfkunstschule KWON Ingolstadt erklärt. Die Vielfältigkeit des Taekwondo ist dabei schon im Namen versteckt.
Fußtechnik ("Tae") trifft Handtechnik ("Kwon"). Dies ergibt eine Kunst ("Do") – eine Kunst, die man sich aneignen kann, so Claus Moos. "Es geht um Ausgeglichenheit und Zufriedenheit", betont Moos. Beim Training der Kampfkunst mit Wurzeln im asiatischen Raum werden sowohl Körper als auch Geist trainiert, weswegen es auch eine breite Palette an Übungen für diese Bewegungslehre gibt. So gebe es neben Einflüssen aus dem Karate auch viele dynamische Bewegungen wie Drehungen und Sprünge. "Beim Taekwondo setzt man sich mit dem Körper auseinander, lernt diesen mehr zu schätzen und sieht gewisse Dinge in einem anderen Licht", erklärt Moos. Es sei eine sehr fordernde und physische Angelegenheit, da viele Elemente zusammengefasst werden. "Wir haben natürlich die Aufgabe, unsere Schüler fit zu machen", so Moos. Viele der Schüler kommen bereits mit einigen Problemen wie beispielsweise Rückenschmerzen: "Meist resultiert dies aus einem Mangel an Bewegung, dem wir mit dieser Kampfkunst entgegenwirken. Das ist aufgrund des umfangreichen Katalogs an Bewegungen sehr gut möglich." Überhaupt sei die Kampfkunst eher für Erwachsene geeignet. "Kinder lernen durch Taekwondo Geschicklichkeit und Beweglichkeit, bei den Erwachsenen geht es dann schon um Selbstverteidigung und Strategie." Die gewisse Reife, die der Erwachsene mitbringt, sei besonders wichtig im Taekwondo. Doch Moos warnt vor zu hohen Erwartungen: "Man darf keinen schnellen Erfolg erwarten, sondern muss Geduld mitbringen", betont er. Er selbst betreibt seit 27 Jahren Taekwondo: "Als ich mit 13 Jahren angefangen habe, hat es mich fasziniert, wie ich meine überschüssigen Energien sinnvoll genutzt und meinen Körper geformt habe“. Heute als Erwachsener sei es für ihn vor allem interessant zu sehen, wie lange es ihn fit mache. Denn eigentlich, so Moos, werde das Altwerden oftmals mit Einschränkungen verbunden, allerdings weiß er: "Das ständige gesunde Bewegen hält unerwartet lange fit. Man kann das Altwerden aktiv beeinflussen"

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