Alle Handtechniken (A‑Z)
Chirugi | Der Fauststoß. | zur Technik |
Giokja Chirugi | Die Winkelfaust. | zur Technik |
Supyong Chirugi | Horizontaler Fauststoß. | zur Technik |
Taerigi | Der Schlag. | zur Technik |
Tulki | Der Stich. | zur Technik |

Chirugi
Der Fauststoß.
Chirugi ist der Überbegriff für alle Arten von Fauststößen im Taekwondo. Im Unterricht ist damit standardmäßig der frontale Stoß mit der Vorderfaust gemeint (Chongkwon 정권 Chirugi).
Ausführungshinweise
Der Chongkwon Chirugi stößt von der Hüfte auf kürzestem Weg mit voller Geschwindigkeit zum Ziel. Unnötige Anspannung in Armen und Schultern ist dabei zu vermeiden. Nach dem Treffer ist die Muskulatur sofort wieder zu entspannen. Der Rücken ist im Moment des Auftreffens gerade. Die Faust muss sich vollständig um 180 Grad wie ein Korkenzieher ins Ziel hineindrehen.
Im Basistraining wird die andere Hand (Gegenzughand, kor. Dangginun Son, 당기는손) im gleichen Moment explosiv zurück an die Hüfte gezogen (entsprechend des im Karate als "Hikite" bekannten Prinzips). In der praktischen Anwendung erfüllt das "Hikite" folgende Funktionen:
Greifen und Ziehen: Die Gegenzughand greift vor dem Fauststoß den Arm oder die Kleidung des Gegners und zieht ihn zeitgleich zum Stoß explosionsartig zur eigenen Hüfte.
Brechen des Gleichgewichts (Kuzushi): Durch den abrupten Zug mit der Gegenhand wird der Gegner nach vorne aus dem Gleichgewicht in eine für ihn ungünstigere Position gezogen
Newton´sches Gesetz: Während der Gegner herangezogen wird, pariert die Schlaghand mit maximaler Wucht nach vorne. Da sich der Gegner durch den Gegenzug seinerseits auf die Faust zubewegt, addieren sich beide Kräfte (Einschlaggeschwindigkeit + Zuggeschwindigkeit).
Variante: Seitstoß (Yop Chirugi)
Wenn der Fauststoß zur Flanke ausgeführt wird, nennt man ihn Seitstoß.
Variante: Seit-frontaler Fauststoß (Yobap Chirugi)
Diese Technik wird eingesetzt, um einen Gegner anzugreifen, der sich von schräg vorne seitlich nähert.
Die Faust bildet im Moment des Auftreffens eine gerade Linie mit der Schulter.
andere Schreibweisen: 지르기, Jirugi

Taerigi
Der Schlag.
Taerigi dient als systematischer Oberbegriff für alle Hand- und Armtechniken, die eine kreisende, schwingende oder peitschende Bewegungsbahn beschreiben. Damit grenzt sich der Begriff strikt vom Chirugi (Stoß) und vom Tulgi (Stich) ab.
Am bekanntesten ist hier der Sudo Taerigi, der Schlag mit der Handkante, der erstmalig in der Dangun Hyong vorkommt.
Striking Technique (Taerigi)
The striking is classified into side, front, inward, outward, side front, side
rear, downward and elbow strikes.
The attacking tool reaches the target generally in a straight line with the
exception of a high elbow.
andere Schreibweisen: 때리기, chigi (WT)

Tulki
Der Stich.
Tulki steht als Oberbegriff für alle Stich-Techniken.
Hauptsächlich kommen für Stichtechniken die Fingerspitzen (Gwansu) zum Einsatz. Ein Stich ist auch mit dem Ellbogen (Dwit Palkup) möglich.
Kennzeichnend für die Stichtechniken ist ihre maximal direkte Art der Ausführung. Im Vergleich zum klassischen Fauststoß ist es nicht erforderlich, das Schlagwerkzeug zuvor zur Hüfte zu ziehen.
andere Schreibweisen: 틀기, tulgi
Supyong Chirugi
Horizontaler Fauststoß.
This is a useful form for attacking two
targets simultaneously and is executed mainly
from a sitting or diagonal stance, though
occasionally from parallel, close and X-stances.
When the right arm is extended, it is called
a right horizontal punch and vice versa.
While one arm is extended fully, the other is
bent, forming a 90 degree angle. Forearms are
kept parallel and horizontal at the moment of
impact.
andere Schreibweisen: Horizontal Punch, Soopyong Jirugi
Giokja Chirugi
Die Winkelfaust.
Both the purpose and method of this technique are very similar to those of a
turning punch except that the fist reaches the opposite chest at the moment of
impact.
An obverse punch is normal in case of a walking stance.
andere Schreibweisen: