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Alle Hand­techniken (A‑Z)

© Die Zusammenstellungen, Texte und Illustrationen auf diesen Seiten stehen im geistigen Eigentum der KWON Kampfkunstschule
Anuro Palkup Taerigi

Der hohe Ellbogenschlag einwärts.

zur Technik
Anuro Taerigi

Der Einwärtsschlag.

zur Technik
Ap Chirugi

Gerader Fauststoß nach vorne.

zur Technik
Ap Palkup Taerigi

Der frontale Ellbogenschlag.

zur Technik
Ap Taerigi

Der frontale Schlag.

zur Technik
Bandal Chirugi

Die Bogenfaust. Halbmondstoß.

zur Technik
Bandal Taerigi

Der Bogenschlag.

zur Technik
Chirugi

Der Fauststoß.

zur Technik
Chong Gwansu Tulki

Senkrechter Fingerspitzenstich.

zur Technik
Dollimyo Taerigi

Der Kreisschlag.

zur Technik
Dwit Chirugi

Der rückwärtige Fauststoß.

zur Technik
Dwit Palkup

Der rückwärtige Ellbogenstich.

zur Technik
Ghutgi

Der Cross-Cut. Kreuzschnitt.

zur Technik
Giokja Chirugi

Der Winkelfauststoß.

zur Technik
Gwansu Tulki

Der Fingerspitzenstich. 

zur Technik
Hechyo Taerigi

Der Keilschlag.

zur Technik
Homi Gwansu Tulki

Der abgewinkelte Fingerspitzenstich. 

zur Technik
Naeryo Chirugi

Abwärtsstoß.

zur Technik
Naeryo Palkup Taerigi

Der Ellbogenschlag nach unten.

zur Technik
Naeryo Taerigi

der Abwärtsschlag.

zur Technik
Ollyo Chirugi

Der Aufwärtsstoß.

zur Technik
Pakkuro Palkup Tulki

Der Ellbogenstich nach außen.

zur Technik
Pakkuro Taerigi

Der Auswärtsschlag.

zur Technik
Palkup Taerigi

Der Ellbogenschlag.

zur Technik
Pyong Gwansu Tulki

Der flache Fingerspitzenstich. 

zur Technik
Sewo Chirugi

Der senkrechte Fauststoß. Vertikalstoß.

zur Technik
Ssang Anuro Taerigi

beidseitiger Einwärts-Schlag.

zur Technik
Ssang Bandal Chirugi

Die doppelte Bogenfaust.

zur Technik
Ssang Kwon Ap Chirugi

Der doppelte Fauststoß.

zur Technik
Ssang Sewo Chirugi

Doppelter vertikaler Fauststoß.

zur Technik
Ssang Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Doppelfauststoß.

zur Technik
Ssang Yop Palkup Tulki

Beidseitiger seitlicher Ellenbogenstoß

zur Technik
Sun Palkup Naeryo Tulki

Nach unten gerichteter Ellbogenstich.

zur Technik
Supyong Chirugi

Horizontaler Fauststoß.

zur Technik
Supyong Palkup Tulki

Der horizontale Ellbogenstich.

zur Technik
Supyong Taerigi

Horizontaler Schlag.

zur Technik
Taerigi

Der Schlag.

zur Technik
Tigutcha Chirugi

Der U-förmige Fauststoß.

zur Technik
Tollyo Chirugi

Der eingedrehte Fauststoß.

zur Technik
Tu Kwon Chirugi

Stoß mit zwei Fäusten.

zur Technik
Tulki

Der Stich.

zur Technik
Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Fauststoß.

zur Technik
Twijibo Pyong Gwansu

Der umgedrehte Fingerspitzenstich. 

zur Technik
Wi Palkup Taerigi

Aufwärts-Ellenbogen-Schlag.

zur Technik
Yobap Chirugi

Der seit-fontale Fauststoß.

zur Technik
Yobap Taerigi

Seitlicher Vorwärtsschlag.

zur Technik
Yop Chirugi

Fauststoß zur Seite.

zur Technik
Yop Palkup Tulki

Ellbogenstich zur Seite.

zur Technik
Yop Taerigi

Der seitliche Schlag.

zur Technik
Yopdwi Taerigi

Seitlicher Rückwärtsschlag.

zur Technik

Chirugi

Der Fauststoß.

Chirugi ist der Überbegriff für alle Arten von Fauststößen im Taekwondo.

Standardmäßig ist damit der frontale Stoß mit der Vorderfaust gemeint (Chongkwon Ap Chirugi).

Alle Fauststöße sind prinzipiell auch als Variante mit dem Zeigenfingerknöchel, dem Mittelfingerknöchel, der Langfaust, dem Handballen oder auch der Bogenhand (pandalson) möglich.

 

 

andere Schreibweisen: 지르기, Jirugi

Ap Chirugi

Gerader Fauststoß nach vorne.

Der frontale Stoß mit der Vorderfaust ist die Standardvariante für Fauststöße im Taekwon-Do und Karate.

Ausführungs­hinweise

Der frontale Fauststoß wird von der Hüfte aus auf einer Geraden explosiv zum Ziel gebracht. Unnötige Anspannung in Armen und Schultern ist dabei zu vermeiden. Nach dem Treffer ist die Muskulatur sofort wieder zu entspannen. Der Rücken ist im Moment des Auftreffens gerade.

Die Faust muss sich vollständig um 180 Grad wie ein Korkenzieher ins Ziel hineindrehen. Der Fauststoß endet auf der eigenen Center Line.

Im Basistraining wird die andere Hand (Gegenzughand, kor. Dangginun Son, 당기는손) im gleichen Moment explosiv zurück an die Hüfte gezogen (entsprechend des im Karate als "Hikite" bekannten Prinzips). In der praktischen Anwendung erfüllt das "Hikite" folgende Funktionen:

Greifen und Ziehen: Die Gegenzughand  greift vor dem Fauststoß den Arm oder die Kleidung des Gegners und zieht ihn zeitgleich zum Stoß explosionsartig zur eigenen Hüfte.

Brechen des Gleichgewichts (Kuzushi): Durch den abrupten Zug mit der Gegenhand wird der Gegner nach vorne aus dem Gleichgewicht in eine für ihn ungünstigere Position gezogen

Newton´sches Gesetz: Während der Gegner herangezogen wird, pariert die Schlaghand mit maximaler Wucht nach vorne. Da sich der Gegner durch den Gegenzug seinerseits auf die Faust zubewegt, addieren sich beide Kräfte (Einschlaggeschwindigkeit + Zuggeschwindigkeit).

andere Schreibweisen: 앞 지르기, Ap Joomuk Jirugi, Forefist Punch

Ssang Kwon Ap Chirugi

Der doppelte Fauststoß.

Beide Fäuste werden gleichzeitig parallel auf den Schulterlinien nach vorne gestoßen. Eine ikonische Bewegung in der höchsten Übungsform Tong-Il.

andere Schreibweisen: 쌍권 앞 지르기, ssang joomuk ap jirugi, Twin Fist Punch

Yobap Chirugi

Der seit-fontale Fauststoß.

Diese Technik wird eingesetzt, um einen Gegner anzugreifen, der sich von schräg vorne seitlich nähert. 

Die Faust bildet im Moment des Auftreffens eine gerade Linie mit der Schulter. Es handelt sich also gewissermaßen um einen Schlag nach vorne in Verlängerung der Schulter.

andere Schreibweisen: 옆앞 지르기, Yobap Jirugi, Side Front Punch

Yop Chirugi

Fauststoß zur Seite.

Ein zur Flanke ausgeführter Fauststoß wird seitlicher Fauststoß genannt.

andere Schreibweisen: 옆 지르기, Yop Jirugi, Side Punch

Ollyo Chirugi

Der Aufwärtsstoß.

Diese Technik wird hauptsächlich eingesetzt, um das Gesicht oder die Kinnspitze auf kurzer Distanz anzugreifen.

Bei dieser Technik wird die Faust von unten nach oben gestoßen.

Im Moment des Auftreffens zeigt die Rückfaust nach vorne, während die Seitenfaust der anderen Hand vor die Schulter gebracht wird.

andere Schreibweisen: 올려 지르기, Ollyo Jirugi, Upward Punch

Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Fauststoß.

Der umgedrehte Fauststoß eignet sich für Angriffe aus kurzer Distanz. Die Faust erreicht das Ziel dabei in einer kreisförmigen Bewegung. Der Ellbogen bleibt im Moment des Auftreffens nahe an der Hüfte und der Faustrücken zeigt vollständig nach unten. Der Faustrücken befindet sich im Moment des Auftreffens etwas höher als der Ellbogen.

andere Schreibweisen: 뒤집어 지르기, Dwijibo Jirugi, Upset Punch

Ssang Twijibo Chirugi

Der umgedrehte Doppelfauststoß.

Die Ausführung entspricht dem "Upset Punch" mit einem Arm. Die Ellenbogen bleiben bei der Endposition etwa eine Handbreit vom eigenen Oberkörper entfernt. Da beide Fäuste synchron agieren, wird der gesamte Oberkörper exakt gerade nach vorne ausgerichtet.

andere Schreibweisen: 쌍 뒤집어 지르기, Ssang Dwijibo Jirugi, sang joomuk dwijibo jirugi, Twin Upset Punch

Sewo Chirugi

Der senkrechte Fauststoß. Vertikalstoß.

Bei einem vertikalen Fauststoß befindet sich die Faust vollständig in einer senkrechten Position. Die Ausführungshöhen kommen der gesamte Rumpf- und Kopfbereich in Frage.

Die Seitenfaust zeigt dabei im Moment des Auftreffens nach unten. Dieser Schlag ist eine wirkungsvolle Technik, wenn ein Ziel oder mehrere Ziele auf mittlerer Distanz angegriffen werden. Bei einer frontalen Ausführung verläuft der Schlag gerade auf der Schulterlinie nach vorne.

andere Schreibweisen: 세워 지르기, vertical Punch

Ssang Sewo Chirugi

Doppelter vertikaler Fauststoß.

andere Schreibweisen: 쌍권 세워 지르기, Twin Vertical Punch, ssang joomuk sewo jirugi

Naeryo Chirugi

Abwärtsstoß.

Bei dieser Technik wird die Faust von einer höheren Position senkrecht nach unten gestoßen. Das Ziel befindet sich zumeist in Bodennähe. Diese Technik profitiert stark von der dahinterliegenden Körpermasse.

andere Schreibweisen: 내려 지르기, Downward Punch, Naeryo Jirugi

Bandal Chirugi

Die Bogenfaust. Halbmondstoß.

Die Bogenfaust bewegt sich im Gegensatz zu einem normalen, geraden Stoß in einem Bogen von außen nach innen zum Ziel, ähnlich der Form eines Halbmonds. Die Faust wird beim Auftreffen ruckartig eingedreht für eine durchdringendere Wirkung.

Die Technik wird für die Nahdistanz oder mittlere Distanz genutzt, wenn der Arm für einen geraden Stoß nicht voll durchgestreckt werden kann. Der Ellenbogen bleibt bei der Ausführung in einem Winkel von etwa 45 Grad gebeugt.

andere Schreibweisen: 반달 지르기, Bandal Jirugi, Crescent Punch

Ssang Bandal Chirugi

Die doppelte Bogenfaust.

Die Technik wird typischerweise mit beiden Fäusten gleichzeitig in einer bogenförmigen Kurve nach innen ausgeführt. Sie dient dazu, einen Angreifer auf mittlerer oder hoher Stufe (z. B. an den Schläfen oder Rippen) von zwei Seiten gleichzeitig zu treffen.

andere Schreibweisen: 쌍반달지르기, Twin Crescent Punch, sang bandal jirugi

Tollyo Chirugi

Der eingedrehte Fauststoß.

Das Prinzip dieser Technik ist dem der Bogenfaust (bandal chirugi) sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass der eingedrehte Fauststoß (tollyo chirugi) ausschließlich auf mittlerer Höhe ausgeführt wird.

Die Faust erreicht das Ziel in einer scharfen Kurve und zielt auf verkürzter Distanz auf den Solarplexus. Im Moment des Auftreffens befindet sich die Faust auf der Center Line.

andere Schreibweisen: 돌려지르기, Turning Punch, Dollyo Jirugi

Giokja Chirugi

Der Winkelfauststoß.

Beim Giokja Chirugi wird der Schlagarm so angewinkelt, dass der Unterarm genau im rechten Winkel (90 Grad) vor dem eigenen Körper quer zum Ziel geführt wird.

Sowohl Zweck als auch Ausführung dieser Technik sind dem eingedrehten Fauststoß (tollyo chirugi) sehr ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Faust im Moment des Auftreffens die gegenüberliegende Brust erreicht.

Das Bunkai dieses biomechanischen Prinzips ermöglicht eine vielfältige Anwendung.

기역 (Giok / Giyeok): Ist der Name des ersten Buchstabens des koreanischen Alphabets (ㄱ). Da dieser Buchstabe die Form eines rechten Winkels besitzt, bedeutet das Wort hier übertragen winkelförmig oder L-förmig.
자 (Ja): Bedeutet Form oder Zeichen.

andere Schreibweisen: 기역자지르기, Giyeokja Jirugi, 90-degree Punch, Angle Punch

Dwit Chirugi

Der rückwärtige Fauststoß.

Der rückwärtige Fauststoß nach hinten trifft den Kopf eines Gegner, der sich von hinten nähert oder klammert. Die Faust bewegt sich auf einer kreisförmigen Bahn, während man sich leicht zum hinter dem Rücken befindlichen Gegner dreht. Der Ellbogen des anderen Arms schlägt ebenfalls nach hinten und trift den Gegner im Bauchbereich.

Diese Technik begegnet dem Lernenden am Anfang der Yoo-Sin Hyong. 

andere Schreibweisen: 뒤지르기, Dwi-jireugi, Dwi Jirugi

Tigutcha Chirugi

Der U-förmige Fauststoß.

Ziel dieser Technik ist es, beide Fäuste gleichzeitig gegen das Gesicht und den Solarplexus zu führen. Sie wird hauptsächlich aus dem kurzen Schritt (hugul) oder aus dem festen Stand (kojong) ausgeführt. Die Fäuste bleiben in einer senkrechten Linie angeordnet, während der Körper leicht zum Ziel geneigt ist. Der Ellbogen des unteren Arms wird im Moment des Auftreffens gegen die Hüfte gestützt.

Der Name leitet sich vom koreanischen Buchstaben ㄷ (genannt Digeut) ab, welcher die Form eines offenen Quadrats bzw. eines „U“ auf der Seite besitzt.

andere Schreibweisen: ㄷ자 지르기, Digutja Jirugi, U-Shape Punch

Supyong Chirugi

Horizontaler Fauststoß.

Der horizontale Fauststoß eignet sich dazu, zwei Ziele gleichzeitig anzugreifen. Während ein Arm vollständig gestreckt ist, ist der andere gebeugt und bildet einen 90-Grad-Winkel. Die Unterarme werden im Moment des Auftreffens parallel und waagerecht gehalten.

Das Bunkai dieses biomechanischen Prinzips ermöglicht eine vielfältige Anwendung.

수평 (Soopyong) bedeutet horizontal oder waagerecht.
지르기 (Jirugi) bedeutet Fauststoß.

andere Schreibweisen: 수평지르기, Horizontal Punch, Soopyong Jirugi

Tu Kwon Chirugi

Stoß mit zwei Fäusten.

Diese Technik wird verwendet, um zwei Gegner gleichzeitig anzugreifen. Während ein Arm vollständig gestreckt ist, ist der andere leicht gebeugt. Die Technik kann auf allen Höhen ausgeführt werden. Man ist den Gegnern dabei frontal-seitlich zugewandt.

Das Bunkai dieses biomechanischen Prinzips ermöglicht eine vielfältige Anwendung, u.a. als Takedown Technik.

andere Schreibweisen: 두 주먹 지르기, Double Fist Punch, Doo Joomuk Jirugi

Tulki

Der Stich.

Tulki steht als Oberbegriff für alle Stich-Techniken.

Hauptsächlich kommen für Stichtechniken die Fingerspitzen (Gwansu) zum Einsatz. Ein Stich ist auch mit dem Ellbogen (Dwit Palkup) möglich. 
Kennzeichnend für die Stichtechniken ist ihre maximal direkte Art der Ausführung. Im Vergleich zum klassischen Fauststoß ist es nicht erforderlich, das Schlagwerkzeug zuvor zur Hüfte zu ziehen.

andere Schreibweisen: 틀기, tulgi

Gwansu Tulki

Der Fingerspitzenstich. 

Beim Gwansu Tulki werden Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger eng aneinander gepresst und auf eine Höhe gebracht, um als harte, spitze Waffe für gezielte, gerade Stiche gegen weiche Ziele wie Kehle, Solarplexus oder Rippen eingesetzt zu werden.

 

Die Ausführung erfolgt in verschiedenen Variationen:

  • Chong Gwansu Tulki
    senkrechter Fingerspitzenstich
  • Pyong Kwansu Tulki
    flacher Fingerspitzenstich
  • Pyong Kwansu Twijibo Tulki
    umgedrehter Fingerspitzenstich

 

Alle Fingerspitztechniken sind prinzipiell auch als Variante mit dem Zeigenfinger oder den Doppelfingern möglich:

 

 

 

 

andere Schreibweisen: 관수 찌르기, Spearhand, Spearfinger, sonkut tulgi

Chong Gwansu Tulki

Senkrechter Fingerspitzenstich.

Beim senkrechten Fingerspitzenstich wird die Hand so gedreht, dass die Handfläche zur Seite zeigt. wobei der Daumen nach oben gerichtet ist. Die Finger bilden eine feste, gerade Linie, um die Kraft auf eine minimale Fläche zu bündeln. Die Kontaktfläche bilden die Spitzen der drei mittleren Finger, die auf einer Linie gehalten werden.

Die Bewegung verläuft geradlinig nach vorne. Die andere Hand vollführt zeitgleich zum Stich einen Abwärtsblock mit der Handfläche und unterstützt beim Auftreffem den stechenden Arm unterhalb des gestreckten Ellbogens.

Weiche und empfindliche Vitalpunkte wie der Solarplexus oder die Halsgrube sind die bevorzugten Ziele. 

andere Schreibweisen: 종 관수 찌르기, straight fingertip thrust, sun sonkut tulgi

Pyong Gwansu Tulki

Der flache Fingerspitzenstich. 

Beim waagerechten Fingerspitzenstich nimmt die Hand beim Auftreffen eine flache Position ein. Die Handfläche zeigt dabei nach unten. Die Finger der gestreckten, flachen Hand müssen extrem fest gespannt sein. Die Kontaktfläche bilden die Spitzen der drei mittleren Finger, die auf einer Linie gehalten werden. Das Ziel sind weiche Vitalpunkte wie der Kehlkopf oder die Rippenbögen. Prinzipiell kann mit diese Technik auf allen Ausführungshöhen verwendet werden.

andere Schreibweisen: 평 관수 찌르기, flat fingertip thrust, opun sonkut tulgi

Twijibo Pyong Gwansu

Der umgedrehte Fingerspitzenstich. 

Der umgedrehte Fingerspitzenstich wird flach nach vorne gestoßen, während sich die Unterseite des Unterarms und die Handfläche am Ende der Bewegung nach oben drehen. Typische Ziele sind tiefer liegende, weiche Vitalpunkte, insbesondere der Unterleib oder die weiche Stelle unter den Rippen.

Diese Technik wird sehr markant in Toi-Gye verwendet. Die Gegenzughand wird offen (traditionelle Schulen) oder zur Faust geschlossen (ITF) zur gegenüberliegenden Schulter gebracht. 

andere Schreibweisen: 뒤집어 평 관수 찌르기, Upset Fingertip thrust, dwijibun sonkut tulgi

Homi Gwansu Tulki

Der abgewinkelte Fingerspitzenstich. 

Das Handgelenk wird für den abgewinkelten Fingerspitzenstich stark (fast im 90-Grad-Winkel) nach innen oder unten gebeugt. Die Finger bleiben eng zusammengepresst und gestreckt. Es treffen die drei mittleren Fingerspitzen, die auf einer Linie gehalten werden.

Der Stich wird im Unterschied zu den sonsten Fingerspitztechniken nicht geradlinig nach vorne gestoßen, sondern in einer Bogenbewegung geschlagen, ähnlich der Bogenfaust (bandal chirugi).

Die anvisierten Vitalpunkte, die von der Seite attackiert werden, sind die Schläfe, die Halsseite (Arteria carotis) oder der Bereich hinter dem Ohr. Die Fingerspitzen im Moment des Auftreffens beim Angriff befinden beim Angriff auf diese hohen Ziele in waagerechter Position.

Bei einem Angriff des Solar Plexus werden die Fingerspitzen in senkrechter Position gehalten.

Das Wort Homi (호미) bedeutet im Koreanischen eigentlich „Gartenhacke“ oder „kleine Sichel“. Es beschreibt eine Technik, bei der das Handgelenk so abgeknickt wird, dass die Fingerspitzen wie eine Sichel oder ein Haken geformt sind, um um die Deckung des Gegners herum zu stechen.

andere Schreibweisen: 호미 관수 찌르, Angle Fingertip Thrust, homi sonkut tulgi

Sun Palkup Naeryo Tulki

Nach unten gerichteter Ellbogenstich.

Der Nach unten gerichtete Stich mit dem geraden Ellbogen dient vor allem dazu, den oberen Rücken oder den Lendenbereich anzugreifen.

Im Augenblick des Auftreffens muss die Rückseite der Faust nach vorn zeigen und der Unterarm senkrecht gehalten werden. In seltenen Fällen kann diese Technik jedoch auch zur Abwehr eingesetzt werden.

andere Schreibweisen: 선팔굽 내려 찌르기, Straight Elbow

Yop Palkup Tulki

Ellbogenstich zur Seite.

Diese Technik wird normalerweise in einer gleitenden Bewegung ausgeführt. Im Augenblick des Auftreffens muss der Faustrücken nach unten zeigen, während der Ellbogen leicht angehoben ist.

andere Schreibweisen: 옆 팔굽 찌르기, side elbow thrust

Dwit Palkup

Der rückwärtige Ellbogenstich.

Diese Technik wird eingesetzt, um einen Gegner anzugreifen, der sich von hinten nähert. Die Kraft des stoßenden Ellbogens wird normalerweise durch den Fingerballen der gegenüberliegenden Hand verstärkt. Die Technik dient dazu, einen Gegner in einem schrägen Winkel nach hinten anzugreifen. Der Ellbogen ist im Moment des Auftreffens etwas höher als die Faust, wobei der Faustrücken nach unten zeigt.

andere Schreibweisen: 뒷 팔굽 찌르기, Back Elbow thrust, Rear Elbow thrust

Supyong Palkup Tulki

Der horizontale Ellbogenstich.

Der horizontale Ellenbogenstoß wird in den Formen mit beiden Ellbogen (Ssang Palkup) auf horizontaler Schulterlinie zu beiden Seiten ausgeführt. Die Faustrücken zeigen im Moment des Aufpralls nach oben. 

andere Schreibweisen: 수평 팔굽 찌르기, Soopyong Palkup Tulgi

Pakkuro Palkup Tulki

Der Ellbogenstich nach außen.

Die Ausführung des horizontalen Ellbogenstichs mit nur einem Ellbogen (Wae Palkup) wird oft einfach auch als "Pakkuro Palkup Tulki" bezeichnet. Die Ausführungsweise entspricht jedoch dem beim "Supyong Palkup Tulki" Geschriebenen.  Standardmäßig wird die andere Faust zur Hüfte zurückgezogen. Die Stoßkraft des Ellenbogens kann jedoch auch mit Unterstützung der gegenüberliegenden Handfläche erhöht werden.

 

andere Schreibweisen: 밖으로 팔굽 찌르기, Outward Elbow Thrust

Ssang Yop Palkup Tulki

Beidseitiger seitlicher Ellenbogenstoß

Diese Bewegung ist in den Formen Toi-Gye und Ul-Ji anzutreffen. Das biomechanische Prinzip dahinter erlaubt vielseite Anwendungen, wie hier am Ende der Seite zur Toi-Gye Hyong beschrieben. Die Kraft entsteht durch eine kräftige Rotation von Rumpf und Schultern, während beide Ellbogen zu den Seiten gebracht werden. Die Fäuste liegen an den Hüften an, wobei die Faustrücken nach vorne zeigen.

andere Schreibweisen: 쌍 옆 팔굽 찌르기, Twin Side Elbow thrust, sang yop palkup tulgi

Ghutgi

Der Cross-Cut. Kreuzschnitt.

Ghutgi bezeichnet den Cross-Cut oder auf deutsch Kreuzschnitt. Wörtlich übersetzt bedeutet das koreanische Wort Ghutgi „Streichen“, „Ritzen“ oder „eine Linie ziehen“. Bei dieser speziellen Handtechnik wird im Gegensatz zu Stoß-, Schlag oder Stichtechniken eine schneidende Linearbewegung ausgeführt. Als einziges Werkzeug für diese Technik dienen die flachen Fingerspitzen (Pyong Gwansu) der drei mittleren Finger.

Im Gegensatz zu einem regulären Fingerstich (Tulgi), bei dem die Kraft punktförmig nach vorne dringt, zieht der Arm beim Ghutgi horizontal beziehungsweise geradlinig über das Ziel hinweg. Es gleicht dem Ziehen einer Linie (Schnittbewegung) mit den Fingerspitzen. Während bei klassischen Schlagtechniken (Taerigi) oder Handkanten-Strikes oft ein peitschenartiges Zurückzucken der Hand erfolgt, wird der Cross-Cut fließend durchgezogen. In der Praxis oder Selbstverteidigung zielt diese Technik meist auf empfindliche, weiche Nervenpunkte, wie etwa die Augenpartie, die Kehle oder die Halsschlagader, um den Angreifer durch den ziehenden Schnitt zu stoppen.

Die Technik kann nach vorne (Ap Ghutgi) oder zur Seite (Yop Ghutgi) ausgeführt werden. Dabei kann die Schnittführung entweder nach außen (Pakkuro Ghutgi) oder nach innen (Anuro Ghutgi) erfolgen. In der Kodang Hyong findet ein seitlicher Kreuzschnitt nach außen (yop pakkuro ghutgi) Verwendung.

andere Schreibweisen: 긋기, Cross-Cut

Taerigi

Der Schlag.

Taerigi dient als systematischer Oberbegriff für alle Hand- und Armtechniken, die eine kreisende, schwingende oder peitschende Bewegungsbahn beschreiben. Damit grenzt sich der Begriff strikt vom Chirugi (Stoß), Tulgi (Stich) und Guthgi (Kreuzschnitt) ab.

In der Welt des Taekwon-Do und Karate ist zweifelsohne der seitliche Hieb mit der Handkante (Yop Sudo Taerigi, "Karate-Chop") die ikonischste Schlagtechnik.

Die Schläge werden in vordere (ap), seitliche (yop), einwärts gerichtete (anuro), auswärts gerichtete (pakkuro), seitlich-vordere (yobap), seitlich-rückwärtige (yopdwi), und abwärts gerichtete (naeryo) Techniken unterteilt. Eine separat geführte Sparte stellen die Ellbogenschläge dar.

andere Schreibweisen: 때리기, chigi (WT)

Anuro Taerigi

Der Einwärtsschlag.

Der Einwärtsschlag wird auf einer Kreisbahn von außen nach innen zur Mittellinie des eigenen Körpers ausgeführt. Die bekannteste Variante ist der Schlag mit der Handkante nach innen (anuro sudo taerigi, Titelbild). Möglich ist beispielsweise auch die Verwendung des Faustballens (yukwon), des Handballens (changkwon) oder der Unterfaust (mit jumok).

Die Gegenzughand kann je nach Verwendungszweck entweder zur Hüfte oder zur gegenüberliegenden Schulter gebracht werden.

andere Schreibweisen: 안으로 때리기, Inward Strike

Ssang Anuro Taerigi

beidseitiger Einwärts-Schlag.

Die doppelte Ausführung des Einwärtsschlages mit beiden Händen begegnet dem Übenden im traditionellen Taekwon-Do in der Kodang Hyong. Hier erfolgt der Schlag mit beiden Handkanten (ssang sudo anuro taerigi, Titelbild) auf einer geraden Linie nach innen.

Eine Variante hierzu stellt der doppelte Einwärtsschlag mit den Handinnenkanten (yoksudo) dar. Hier wird das Ziel auf einer bogenförmigen Bahn nach innen getroffen.

andere Schreibweisen: 쌍 안으로 때리기, Twin Inward strike

Pakkuro Taerigi

Der Auswärtsschlag.

Wenn das Angriffswerkzeug das Ziel von innen nach außen erreicht, wird dies als Auswärtsschlag bezeichnet. Daraus ergibt sich zwangsläufig immer auch ein seitlicher Schlag (yop taerigi), da der Körper im Moment des Auftreffens halbseitlich oder vollständig seitlich zum Ziel ausgerichtet ist.

Der Schlag mit der Handkante (Yop Sudo Taerigi) stellt den Standard dar. Weiterhin kommt die Verwendung des Faustrückens (rikwon) und der Hammerfaust (yukwon) in Betracht, sowie die Handinnenkante (yoksudo) und der Handrücken.

Im Moment des Auftreffens bildet das Angriffswerkzeug eine gerade Linie mit der Mitte der Schultern. Bei der Verwendung des Faustrückens (Rikwon) oder des Handrücken (Sondung) ist der Arm im Moment des Auftreffens leicht gebeugt, bei allen anderen Angriffswerkzeugen gestreckt.

andere Schreibweisen: 밖으로 때리기, Outward Strike, Bakuro Taerigi

Hechyo Taerigi

Der Keilschlag.

Der Auswärtsschlag (pakkuro taerigi) kann auch als Zwillingsschlag mit beiden Händen ausgeführt werden. Diese Technik wird eingesetzt, um zwei Gegner gleichzeitig anzugreifen, die sich schräg von vorne und von den Seiten nähern. Beim Auftreffen befinden sich beide Hände auf den jeweiligen Schulterlinien.

Als Angriffswerkzeuge kommen die Faustrücken, die Handkanten und die Handrücken in Frage.



andere Schreibweisen: Wedging Strike

Yop Taerigi

Der seitliche Schlag.

Wenn der Körper im Moment des Auftreffens halbseitlich oder vollständig seitlich zum Ziel ausgerichtet ist, wird die Technik als seitlicher Schlag bezeichnet. Sie wird immer in Form eines Auswärtsschlags (Pakkuro Taerigi) ausgeführt. Insofern kann man sich für eine der beiden austauschbaren Begriffe entscheiden, wenn man die Technik benennt. 

andere Schreibweisen: 옆 때리기, Side Strike

Supyong Taerigi

Horizontaler Schlag.

Diese Technik wird hauptsächlich mit der doppelten Handkante (ssang sudo) oder der doppelten Hammerfaust (ssang yukwon) ausgeführt. Gelegentlich werden auch die doppelten Faustrücken (ssang rikwon), Handrücken (ssang dondung) oder Handinnenkanten (ssang yoksudo) eingesetzt. Auch die Verwendung nur eines Arms ist möglich.

Die Arme befinden sich im Moment des Auftreffens in einer gestreckten und waagerechten Position. Die Hände bewegen sich synchron auf einer exakt waagerechten Bahn nach außen zu den Körperseiten. Der Körper ist dabei vollständig nach vorne ausgerichtet.

andere Schreibweisen: 수평 때리기, Horizontal Strike, Soopyong Taerigi

Ap Taerigi

Der frontale Schlag.

Befindet sich der Körper im Moment des Auftreffens vollständig frontal zum Ziel und bleibt das angreifende Werkzeug auf der Körpermittellinie des Ausführenden, wird diese Technik als Frontaler Schlag bezeichnet.

Faustrücken (Rikwon)

Die andere Faust befindet sich im Moment des Auftreffens unter dem Ellbogen des schlagenden Arms. 

Handkante (Sudo)

Der Schlagarm ist im Moment des Auftreffens gebeugt. Die andere Hand befindet sich dabei über dem Schlagarm oder vor der Stirn. Der Angriff erfolgt aus dem seitlich-vorderen Winkel, sodass die Handinnenkante auf der Körpermittellinie des Ausführenden endet.

Handinnenkante (Yoksudo)

Im Moment des Auftreffens wird die gegenüberliegende Hand unter dem Ellbogen oder direkt am Ellbogengelenk positioniert. Der Angriff erfolgt aus dem seitlich-vorderen Winkel, sodass die Handinnenkante auf der Körpermittellinie des Ausführenden endet.

andere Schreibweisen: 앞 때리기, Front Strike

Yobap Taerigi

Seitlicher Vorwärtsschlag.

Diese Technik wird zum Angriff auf einen Gegner eingesetzt, der seitlich vor dem Ausführenden steht. Sie wird hauptsächlich aus dem langen Schritt (chongul), der geschlossenen Stellung (moa), gelegentlich auch aus der Einbeinstellung (waebal) ausgeführt.

Als Angriffsfläche dient überwiegend der Faustrücken (rikwon), wobei auch die Handinnenkante (yoksudo) oder der Handrücken (sondung) verwendet werden können.

Bei der Ausführung mit dem Faustrücken (Rikwon) ist im Moment des Auftreffens die gegenüberliegende Handfläche entweder an den Ellenbogenbereich des schlagenden Unterarms oder an den Faustrücken zu führen.

Bei der Ausführung mit der Handinnenkante (yoksudo) oder der Rückhand (sondung) wird die die andere Faust im Moment des Auftreffens üblicherweise an die Hüfte zurückgezogen.

andere Schreibweisen: 옆앞 때리기, Side Front Strike

Yopdwi Taerigi

Seitlicher Rückwärtsschlag.

Diese Technik eignet sich zum Angriff auf einen Gegner, der seitlich hinter dem Ausführenden steht. Als Angriffsfläche dient überwiegend der Faustrücken, in seltenen Fällen kann auch der Handrücken eingesetzt werden.

Der Faustrücken ist dabei vollständig zum Ziel ausgerichtet, wobei der andere Arm im Moment des Auftreffens als tiefer Ellenblock (hadan makki) nach unten ausgestreckt wird.

Der seitliche Rückwärtsschlag findet sich in der Übungsform Ul-Ji.

andere Schreibweisen: 옆뒤 때리기, Side Back Strike

Naeryo Taerigi

der Abwärtsschlag.

Der Abwärtsschlag kann in seitlicher (yop naeryo) oder fontaler (ap naeryo) Ausrichtung erfolgen. 

Die Handkante oder der Faustrücken finden die häufigste Verwendung. Möglich ist der Abwärtsschlag auch mit der Hammerfaust (yukwon) oder dem Handrücken (Sondung). Das Angriffswerkzeug befindet sich im Moment des Auftreffens auf Schulterhöhe.

Der Arm ist dabei immer gestreckt zu halten, außer beim Abwärtsschlag mit dem Faustrücken oder Handrücken. Bei letzteren muss der Arm beim Auftreffen leicht gebeugt sein (Titelbild).

Die seitliche Ausführung (Yop Naeryo) stellt den Standardfall dar. Das Angriffswerkzeug erreicht dabei das Ziel auf einer kreisförmigen Bahn.

Beim Abwärtsschlag aus einer frontalen Ausrichtung heraus (Ap Naeryo) erreicht das Angriffswerkzeug das Ziel hingegen auf einer geraden Linie nach unten.

andere Schreibweisen: 내려 때리기, Downward Strike

Bandal Taerigi

Der Bogenschlag.

Die Ausführung dieser Technik entspricht der Bogenfaut (bandal chirugi). Als Angriffswerkzeuge werden dazu auschließlich die Bogenhand (pandalson) und die Fingerzange eingesetzt. Diese Technik wird exklusiv zum Angriff auf die obere Stufe (sangdan) eingesetzt. Die Flugbahn dieser Technik beschreibt einen großen Bogen von außen.

andere Schreibweisen: 반달 때리기, Crescent Strike

Dollimyo Taerigi

Der Kreisschlag.

Der Kreisschlag mit der Handkante oder Handinnenkante ist eine Technik, die typisch ist für das Kombinationstraining in den Taekwon-Do Schulen nach Kwon, Jae-Hwa. Die Technik wird aus einer seitlichen Ausrichtung heraus ausgeführt. Dazu eignen sich der kurze Schritt (hugul) oder eingedrehte Hinterfußstand (tora dwitbal).

Kreisschlag mit der Handkante

In der Ausführungsvariante mit dem seitlichen Handkantenschlag (yop sudo taerigi) wird der Schlagarm dabei gestreckt in einer 360° Einwärtsbewegung erst nach unten und dann nach außen-oben in die Trefferposition gebracht.

Kreisschlag mit der Handinnenkante

Bei Variante mit der Handinnenkante (yoksudo anuro taerigi) wird der Schlagarm gestreckt in einer 360° Auswärtsbewegung erst nach unten und dann nach innen-oben in die Trefferposition gebracht. Die andere Faust wird dabei zur Hüfte zurückgezogen.

In beiden Fällen wird die andere Faust dabei zur Hüfte zurückgezogen. Die Technik kann in Kominationen gut zusammen mit Vorwärts- oder Rückwärtsschritten und Körperdrehungen ausgeführt werden. Es können auch beide Ausführungsvarianten miteinander kombiniert werden.

Diese Techniken bringen eine hohe Steigerung der Schulter- und Rumpfbeweglichkeit mit sich und dient dem Aufbau von Schlagkraft. Außerdem fördert sie in hohem Maße die Koordinationsfähigkeit. Es sind damit wertvolle Kernübungen des kombinationsgeführten Trainings.

In der praktischen Anwendung können die großen, kreisförmigen Bewegungen gegnerische Arme beiseite wischen oder die Deckung des Kontrahenten umgehen. Das biomechanische Wirkprinzip birgt zudem Hebeltechniken in sich.

andere Schreibweisen: 돌리며 때리기, Circular Strike

Palkup Taerigi

Der Ellbogenschlag.

Der Ellbogenschlag ist eine wirkungsvolle Angriffstechnik der Nahdistanz. Anders als Ellbogenstiche erfolgen die Ellbogenschläge in einer Kreisbahn. Diese Technik nutzt das härteste und stumpfeste Werkzeug des Arms. Die Kraft wird dabei durch eine peitschenartige Hüftrotation generiert, bei der das Körpergewicht hinter den Ellenbogen gelegt wird.

Die schlagende Ausführung kann nach vorne (ap), nach innen (anuro), nach außen (pakkuro), nach unten (naeryo) oder nach oben (wi) erfolgen. Eine Sondervariante stellt die Anwendung des zur Seite hebenden Ellbogenschlags (yop ollyo) dar.

andere Schreibweisen: 팔굽 때리기, Elbow strike

Naeryo Palkup Taerigi

Der Ellbogenschlag nach unten.

Die Ausführungsart nach unten (Naeryo, Titelbild bei Palkup Taerigi) wird gegen tief liegende Ziele verwendet. Da das komplette Körpergewicht dabei hinter dem Ellbogen liegt, eignet sich die Technik insbesondere für "Powerbreaks", also Bruchtests mit viel Widerstandsmaterial.

andere Schreibweisen: 내려 팔굽 때리기, Downward Elbow Strike

Wi Palkup Taerigi

Aufwärts-Ellenbogen-Schlag.

Das Ziel dieser Technik ist die Kinnspitze des Gegners. Im Moment des Auftreffens ist der Körper vollständig frontal ausgerichtet, während der Faustrücken nach oben zeigt.

andere Schreibweisen: 위 팔굽 때리기 , Upper Elbow Strike

Ap Palkup Taerigi

Der frontale Ellbogenschlag.

Der frontale Ellbogenschlag wird standardmäßig auf mittlerer Höhe (chungdan, siehe Titelbild) ausgeführt. Während des Übens wird die Schlagkraft dabei durch die Unterstützung der gegenüberliegenden Handfläche verstärkt. Bei der praktischen Anwendung dient diese Unterstützungsbewegung dem Heranziehen des Gegners am Rücken oder Hinterkopf. Im Moment des Auftreffens ist der Körper vollständig frontal ausgerichtet, wobei der Faustrücken nach oben zeigt.

andere Schreibweisen: 앞 팔굽 때리기, Front Elbow Strike

Anuro Palkup Taerigi

Der hohe Ellbogenschlag einwärts.

Eine Variante des frontalen Ellbogenschlags stellt der hohe (sangdan) Ellbogenschlag nach innen dar. 

Kiefer und Philtrum sind die bevorzugten Ziele. Dabei wird die andere Handfläche oft zur Seitenfaust gebracht, um die Schlagkraft zu verstärken. Die Faust des Schlagarms kann jedoch auch zur gegenüberliegenden Schulter gebracht werden, vor allem bei rein frontalen Ausrichtungen wie aus einem Parallelstand (narani) heraus.

Die Faust des Schlagarms befindet sich dabei immer etwas tiefer als der Ellbogen, wobei der Faustrücken nach oben zeigt. Der Ellbogen bewegt sich in einem hohen Bogen nach innen (anuro).

andere Schreibweisen: 안으로 팔굽 때리기, Inside Elbow Strike

Yop Ollyo Palkup Taerigi

Der seitlich hebende Ellbogenschlag.

Diese Technik kombiniert die Aufwärtsbewegung mit einer rein seitlichen Ausrichtung zum Gegner.

Im Gegensatz zum klassischen Aufwärtsschlag (Wi Palkup Taerigi), der sich direkt vor dem eigenen Gesicht nach oben bewegt, wird der Yop Ollyo Palkup Taerigi exakt zur rechten oder linken Körperseite ausgeführt. Der Ellenbogen schnellt also seitlich am eigenen Oberkörper vorbei nach oben und trifft in der horizontalen Positionierung des Unterarms, wobei der Ellbogen leicht höher ist als die eigene Schulter. Die Bewegung stellt einen viertel Kreisbogen (90°) von unten dar. Die Faust des anderes Armes wird dabei zur Hüfte zurückgezogen.

Das primäre Ziel ist meistens das Kinn oder der Kiefer eines Gegners, der sich leicht schräg oder neben dem Ausführenden befindet.

Diese Technik lässt sich auf dieselbe Art und Weise auch als kurzen Block (makki) zur Seite verwenden.

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