Zum Hauptinhalt springen

Alle Blocktechniken (A-Z)

An Makki

Block auf der Innenseite des Gegners.

zum Block
Anuro Makki

Einwärtsblock.

zum Block
Ap Makki

Frontaler Block

zum Block
Chukyo Makki

Hoher hebender Block.

zum Block
Chungdan | Hadan Makki

Scherblock.

zum Block
Chungdan Makki

mittelhoher Block.

zum Block
Digutja Makki

U-förmiger Block.

zum Block
Goduro Makki

Unterstützender Block. Assistierter Block.

zum Block
Hadan | Chukyo Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock. Diamantblock.

zum Block
Hadan | Yopdwi Anpalmok Makki
Gegenläufiger Hoch-Tief-Block.
zum Block
Hadan | Yopdwi Sangdan Makki
Gegenläufiger Hoch-Tief Ellenblock.
zum Block
Hadan Makki

Tiefblock.

zum Block
Hechyo Makki

Keilblock.

zum Block
Hori Makki

Taillenblock. Auch: Hüftblock.

zum Block
Kolchyo Makki

Hakenblock.

zum Block
Kutcha Makki

9-förmiger Block. Neunerblock.

zum Block
Kyocha Makki

Kreuzblock.

zum Block
Makki

Überbegriff für alle Blocktechniken.

zum Block
Miro Makki

Schiebender Block.

zum Block
Momchau Makki

Der Kontrollblock. Stoppblock.

zum Block
Naeryo Makki

Abwärtsblock.

zum Block
Narani Makki

Parallelblock.

zum Block
Nullo Makki

Druckblock.

zum Block
Ollyo Makki

Aufwärtsblock.

zum Block
Pakkat Makki

Block auf der Außenseite des Gegners.

zum Block
Pakkuro Makki

Auswärtsblock.

zum Block
Pituro Makki

Ausdrehblock.

zum Block
Putchaba Makki

Greifblock.

zum Block
San Makki

W-förmiger Block. Bergblock.

zum Block
Sang Makki

Zwillingsblock.

zum Block
Sangdan | Hadan Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock.

zum Block
Sangdan Makki

Hoher Block.

zum Block
Sektions­blöcke

Blöcke nach Körperebenen.

zum Block
Soopyong Makki

Horizontaler Block.

zum Block
Taebi Makki

Schutzblock. Deckungsblock. Kampfstellung. Parade

zum Block
Tanggyo Makki

Zugblock. Ziehender Block.

zum Block
Tollimyo Makki

Kreisblock. Kreisender Block.

zum Block
Ttaeryo Makki

Schlagender Block.

zum Block
Tu Palmok Makki

Doppelblock mit den Unterarmen.

zum Block
Tu Pandalson Makki

Block mit der doppelten Bogenhand.

zum Block
Turo Makki

Schaufelblock.

zum Block
Yobap Makgi

Seitfrontaler Block.

zum Block
Yop Makki

Seitlicher Block.

zum Block
Yuin Makki

Lockblock. Umleitender Block.

zum Block

Makki

Überbegriff für alle Blocktechniken.

Vorwort

Ein Block dient grundsätzlich dazu, einen gegnerischen Angriff abzuwehren, umzuleiten oder im Ansatz zu stoppen.

“A block is a lock is a strike is a blow is a throw”

Hinter diesem bekannten Zitat steckt die Erkenntnis, dass Block, Hebel, Schlag und Wurf oft nur unterschiedliche Anwendungen desselben biomechanischen Prinzips der Bewegung sind. Diese Erkenntnis wirft ein völlig anderes Bild auf "Block"techniken. Während oberflächlich betrachtet die reine Defensive im Vordergrund steht, offenbart sich dem geübten Kampfkünstler eine umfangreiche Bandbreite für Aktionen der Konter und Offensive im Kontext der Selbstverteidigung. Die Vielfalt der Möglichkeiten motivierte uns zum Erstellen dieser umfangreichen Sammlung. Dabei kann die hier vorgestellte Übersicht nur eine Annäherung bleiben. Die schier endlose Möglichkeiten der Anwendung und Kombination der Prinzipien lässt sich nur im Hands-on-Training erfahren. Von daher gilt wie immer:

CU in class!


Als Karate im 20. Jahrhundert im Westen populär wurde, brachte man Schülern oft vereinfachte Versionen bei: Diese und jene Bewegung blockt, andere wieder schlagen. Dadurch ging viel mündlich tradiertes Wissen aus den vergangenen Jahrhunderten verloren. In den letzten Jahrzehnten bemühte sich nun insbesondere die westliche Kampfkunstszene darum, die vergessenen Anwendungen und Wirkweisen wieder herzuleiten. Dabei wurde klar, dass vor allem die als "Blöcke" bekannten Bewegungen viel Potential für Schläge, Hebel, Würfe und weitere Verteidigungstaktiken in sich tragen.

Im traditionellen japanischen Karate, dem maßgeblichen Vorläufer des Taekwon-Do, wird ein „Block“ mit dem Begriff Uke (受け) bezeichnet. Uke stammt vom Verb ukeru und bedeutet „empfangen“ oder „annehmen“ – nicht „stoppen“. Das Prinzip dahinter meint als ein "Empfangen" eines Angriffs und die direkte Weiterleitung in einen Hebel oder Wurf. Gichin Funakoshi, der Begründer des Shotokan-Karate, demonstrierte bereits in seinen frühen Büchern aus den 1920er und 1930er Jahren, dass klassische „Blöcke“ (wie Age-Uke) in der Praxis fließend als Würfe (Fumi-kiri) oder Hebel angewendet werden.

Blocktechniken können wie folgt eingesetzt werden:

  • den Angriff in eine Richtung ablenkend
    (Anuro, Pakkuro, Chukkyo, Naeryo, Ollyo, Hori, Narani, Soopyong)
  • schlagend (Ttaeryo) | die Blocktechnik erzeugt einen Wirktreffer beim Angreifer
  • hebelnd/ brechend (Kutcha Makki, 9-shape Block)
  • schaufelnd (Turo)
  • einhakend (Kolchyo)
  • greifend (Putchaba)
  • verdrehend (Pituro)
  • ziehend (Tanggyo)
  • den Angreifer wegstoßend (Miro)
  • nach Angreifer nach unten drückend (Nullo)
  • Arm oder Bein wegfegend/ umleitend (Yuin, früher: Hullyo)
  • oder vorbeugend als Schutzstellung (Taebi)

Begriffs­bestimmung der Block­techniken

Blöcke werden nach der Ausführungshöhe, der Bewegungsrichtung und dem ausführenden Körperteil unterteilt. Gelegentlich wird auch die Ausrichtung zum Gegner hin bezeichnet, also ihn der Block auf seiner Innenseite (AN MAKKI) oder auf seiner Außenseite (PAKKAT MAKKI) erreicht. Wenn der Block eine bestimmte Funktion erfüllen soll (z.B. greifend), wird diese ebenfalls mit benannt. Für eine vollständige Bezeichnung ist zur Blocktechnik natürlich auch immer die vollständige Schrittstellung zu nennen.

Laterale Unterscheidung der Block­techniken

Im Taekwon-Do wird der Körper nicht nur in die drei Höhenbereiche hoch (sangdan), mittel (chungdan) und tief (hadan) eingeteilt, sondern zusätzlich auch seitlich in verschiedene Angriffslinien untergliedert.

Dabei unterscheidet man:

A – Mittellinie (Center Line)
Die gedachte Linie, die senkrecht durch die Körpermitte verläuft.

B – Brustlinie (Chest Line)
Die Linie auf Höhe der Brust.

C – Seitliche Frontlinie (Side Front Line)
Die seitliche Begrenzung der Körpervorderseite, die durch Schulter und Hüfte definiert wird.

 

Diese Linien dienen als Orientierung für die korrekte Ausführung von Techniken sowie für die Bestimmung von Zielpunkten und Bewegungsbahnen.

 


übersetzter Auszug aus dem ersten englischsprachigen Taekwon-Do Buch
von General Choi, Hong-Hi (1965):

Verteidigungs­techniken (Pang’ogi)

Wie bereits erwähnt, wurde Taekwon-Do entwickelt, um den Anforderungen der Selbstverteidigung gerecht zu werden. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass die Verteidigungstechniken besonders ausgearbeitet wurden.

Ein Taekwon-Do-Schüler soll nicht zuerst handeln, also keinen Angriff beginnen. Die Verteidigung übernimmt gleichzeitig die Rolle des Angriffs, sodass das Prinzip der verteidigenden Offensive (Defensive-Offensive) harmonisch verwirklicht wird.

Wenn beispielsweise der Angriffspunkt des Gegners geschickt und kraftvoll abgewehrt wird, kann dies beim Angreifer Schmerzen verursachen oder ihn aus dem Gleichgewicht bringen. Dadurch verliert er häufig die Bereitschaft zu einem weiteren Angriff.

Die Verteidigung wird in zwei Bereiche unterteilt:

  • Blocktechniken (Makki)
  • Ausweichtechniken (Dodging)

Blocktechniken werden hauptsächlich mit den Armen und Händen ausgeführt, während Ausweichbewegungen überwiegend durch die Arbeit der Beine und Füße erfolgen.

Grundsätze der Verteidigung

  1. Während der Bewegung stets eine halbseitige Stellung zum Gegner beibehalten.
  2. Zu jeder Zeit eine flexible und einsatzbereite Haltung bewahren.

Blocktechniken (Makki)

Die verschiedenen Blocktechniken werden nach der Position der blockierenden Hand, dem Winkel zum Gegner sowie nach Art, Mittel und Form der Ausführung benannt.

Grundsätze des Blockens

  1. Den Ellbogen etwa 25 bis 45 Grad beugen, damit der Blockpunkt den angreifenden Arm oder Fuß in einem günstigen Winkel abfangen kann.
  2. Den Blockpunkt nicht über den Fokuspunkt (Treffpunkt) hinausstrecken.
  3. Die Schulter des blockierenden Arms etwas tiefer halten als die andere Schulter, um die Brustmuskulatur anzuspannen und die Stabilität zu erhöhen.
  4. Sobald der Block sein Ziel erreicht hat, den blockierenden Arm – mit wenigen Ausnahmen – leicht zurückziehen, um unmittelbar für die nächste Technik bereit zu sein.
andere Schreibweisen: 막기

Sektions­blöcke

Blöcke nach Körperebenen.

andere Schreibweisen: hadan, chungdan, sangdan

Hadan Makki

Tiefblock.

Tiefblöcke sind alle Blocktechniken, die geeignet sind, Angriffe gegen den Unterbauch (hadan) oder tiefer abzuwehren.

Die Standardversion des Tiefblocks ist der nach außen gerichtete, tiefe Block mit dem äußeren Unterarm (Elle) im langen Schritt. Chongul Pakkat-Palmok Pakkuro Hadan Baro Makki

Ausführung:

  • Der blockende Arm holt über der anderen Schulter aus, wobei die Faustunterseite zum eigenen Kopf zeigt.
    Im traditionellen Taekwon-Do liegt der andere Arm liegt eng am Körper an, seine Faust befindet sich unter der gegenüberliegenden Achsel. In anderen Stilen wird der nicht-blockende Arm oft nach vorne gestreckt.
  • Für den Block gleitet der Arm in einer wischenden Bewegung diagonal über das Körperzentrum (Habogbu, Unterbauch) nach unten.
  • Die Auftrefffläche ist das untere Drittel der Elle oberhalb des Handgelenks. Der Unterarm befindet sich am Ende der Bewegung parallel zum Oberschenkel (Abstand ca. 20 Zentimeter) . Der Ellbogen ist leicht angewinkelt (25°) und keinesfalls durchgestrckt.
  • In der Basisausführung wird die Faust des nicht-blockenden Arms scharf zur Hüfte hin zurückgezogen.
  • Der Block bezieht den größten Teil seiner Kraft durch die explosive Hüftdrehung im Moment des Einrastens.

Varianten:

Der klassische Tiefblock kann auch mit der Außenhandkante ausgeführt werden. Es ist auch die Verwendung des Unterarmrückens (Palmok Dung) in Frage. Seltener finden der Faustrücken (Dung Joomok) oder der Handrücken (Son Dung) Verwendung.

 

Neben dem langen Schritt (Chongul) ist auch die Verwendung im kurzen Schritt (Hugul) üblich. Die Verwendung in allen anderen Schrittstellungen ist gleichwohl möglich, beispielsweise in der Reiterstellung (Kima) oder rückwärtigen Kreuzstellung (Dwit Kyocha). Der tiefe Block mit dem Unterarm kann sowohl mit der vorderen aber auch mit der hinteren Schrittseite ausgeführt werden (Baro oder Bandae).

Anmerkung: bei der Blockvariante mit dem hinteren Arm im kurzen Schritt ist zeitgleich mit dem anderen Arm immer ein auswärtiger Block auf mittlerer Stufe mit der Speiche auszuführen.

Der Tiefblock mit dem Unterarm nach innen

Eine seltenere Variante ist der Tiefblock mit dem Unterarm nach innen (Anuro Palmok Makki). Hierbei wird die Blockbewegung von außen nach innen ausgeführt. Als Blockwerkzeug die Elle (Pakkat-Palmok) oder die Speiche (An-Palmok) verwendet.

Sonderwissen: der Tiefblock mit dem Speiche nach innen findet in der ersten Hälfte des Kreisblocks statt (Dollimyo Makki, erstmalig in Won-Hyo Hyong).

Varianten der Technik sind die Verwendung Handinnenkante (Yok-Sudo, Bild links),  der Handfläche (Sonbadak), des Unterarmrückens (Dung Palmok) oder des Faustrückens.
Bei der Verwendung der Handkante (Sudo), des äußeren Unterarms oder der Hammerfaust (Yukwon) zeigt der Handrücken nach unten.

Die Ausführung ist in allen Varianten sowohl mit der Vorderseite als auch der hinteren Seite der jeweiligen Schrittstellung möglich (Baro und Bandae)

Ausführung:

Der Blockarm holt auf der gleichen Körperseite (z.B. hinter oder neben der Hüfte/Schulter) aus. Er schwingt von außen in einem Bogen nach vorne-unten zur Körpermitte hin. Die nicht-blockende Hand nimmt dabei eine Schutzposition vor der Brust ein. Diese Technik blockt einen tiefen Angriff (wie einen Tritt) von außen nach innen ab. Die Schrittstellung ist dabei in aller Regel ein langer Schritt (Chongul), andere Schrittstellungen sind gleichwohl möglich.

andere Schreibweisen: 하단막기, Najunde Makgi, Arae Makgi

Chungdan Makki

mittelhoher Block.

Mittelblöcke sind alle Blocktechniken, die geeignet sind, Angriffe gegen den Solarplexus und bis hinauf zur Schulter abzuwehren.

Die Standardversion des Mittelblocks ist der nach außen gerichtete, mittelhohe Block mit dem inneren Unterarm (Speiche) im kurzen Schritt. Hugul An-Palmok Pakkuro Chungdan Bandae Yop Makki

andere Schreibweisen: 중단 막기, Middleblock, Kaunde Makgi, Momtong Makgi

Sangdan Makki

Hoher Block.

Hochblöcke sind alle Techniken, die Angriffe oberhalb der Schuler, also gegen den Hals- und Kopfbereich abwehren können.

Die Standardversion des Hochblocks ist der nach oben hebende Block mit dem äußeren Unterarm (Elle) im langen Schritt. Chongul Pakkat-Palmok Sangdan Chukkyo Baro Makki

andere Schreibweisen: 상단 막, High block, Nopunde Makgi

Taebi Makki

Schutzblock. Deckungsblock. Kampfstellung. Parade

Dieser Block wird häufig als Bereitschaftsstellung (Kampfstellung, siehe Titelbild)im Freikampf verwendet, da man eine halbseitige Körperhaltung einnehmen und den Körper gleichzeitig mit beiden Händen vollständig schützen kann. Die Fäuste werden dabei fest geschlossen gehalten.

Der Schutzblock kann mit dem Unterarm, der Handkante oder der Handinnenkante ausgeführt werden. Dabei sind alle drei Ausführungshöhen denkbar. Die häufigste Verwendung findet jedoch die mittlere Höhe (chungdan).

Hauptsächlich wird der Schutzblock im kurzen Schritt (hugul) oder im Hinterfußstand (ditbal) ausgeführt. In den Formen wird für einen Schutzblock auf tiefer Stufe (hadan) auch oft die Reiterstellung (kima) verwenden, siehe Bild links.

Die Arme erreichen das Einsatzziel standardmäßig in einer geraden Linie. Dadurch kann der Gegner bei seinem Angriff schmerzhaft getroffen werden (schlagender Block).

Der Schutzblock kann jedoch auch in einer kreisförmigen Bahn zum Gegner geführt werden. Die kreisförmige Bewegung verursacht eine schiebenden bzw. umlenkende Wirkung.

Wichtiger Ausführungshinweis: beide Hände sollten flexibel gehalten werden, um den gesamten Körper gegen Angriffe schützen zu können. Der Körper bleibt während der gesamten Ausführung halbseitig zum Gegner ausgerichtet.

andere Schreibweisen: 대비 막기, Guarding Block, Daebi Makgi

Sang Makki

Zwillingsblock.

Sang Makki bezeichnet die Zwillingsblöcke, bei denen beide Arme gleichzeitig eine Abwehrbewegung ausführen. Damit können zwei Angriffe zur selben Zeit abgewehrt oder eine maximale Barriere (Frame) aufgebaut werden.  Da beide Körperhälften aktiv arbeiten, erfordern diese Blöcke eine hohe Koordination und eine stabile Hüftkontrolle.

Am bekanntesten ist der Sang Palmok Makki, also der Zwillingsblock mit den Unterarmen (Ellen). Ein Arm führt dabei einen nach hebenden Block aus, während der andere Arm zeitgleich auf mittlerer Höhe nach außen blockt (chungdan pakkuro makki). Im fortgeschritteneren Bereich wird diese Technik auch dazu genutzt, mit einem der Arme einen gleichzeitige Konterschlag auszuführen.

Dieser Block wird auch unter Verwendung der beiden Handkanten ausgeführt (sudo sang makki), was eine besonders gute Möglichkeit zum anschließenden Greifen des Gegners bietet.

andere Schreibweisen: 상막기, Twin Block, Sang Makgi

Chukyo Makki

Hoher hebender Block.

Der hebende Block schützt den Kopf gegen einen Angriff mit Hand, Fuß oder Waffe. Die bekannteste Variante dieses Blocks ist die Verwendung des äußere Unterarm (Elle).

Diese Technik wird hauptsächlich gegen einen von oben kommenden Schlag mit einem Stock, einer Stange oder der Hand eingesetzt. Als Blockwerkzeug wird ausschließlich die Außenseite des Unterarms (Elle) verwendet.

Die Faust befindet sich dabei leicht höher als der Ellenbogen. Der Abstand zwischen der Innenseite des Unterarms und der Stirn beträgt etwa 7 cm, wobei der Ellenbogen ungefähr 45 Grad gebeugt ist. Die Innenseite des Unterarms (Speiche) befindet sich auf gleicher Höhe wie die Stirn.

Hebende Abwehr mit gekreuzten Fäusten oder Handkanten 

Diese Technik (Titelbild) ist besonders wirkungsvoll gegen einen von oben geführten Angriff mit einer Stange oder einer Handtechnik. Im Moment des Blocks müssen sich die Handgelenke in der Mitte der Stirn kreuzen. Die Vewendung der gekreuzten Handkanten ermöglicht es, das angreifende Glied unmittelbar nach der Abwehr zu fassen und zu kontrollieren.

Seltenere Varianten

Seltenere Varianten aus den neueren ITF Formen Moon-Moo und Juche sind der hebende Block der Bogenhand (pandalson chukyo makki) oder der Doppelhandfläche (sang sonbadak chukyo makgi). Da diese beiden Formen in den traditionellen Schulen in der Regel nicht unterrichtet werden, sind diese beiden Sondervarianten dort oft nicht bekannt.

Der Bullenblock

Beide Arme führen gleichzeitig einen doppelten hebenden Block aus (double rising block). Interessanterweise gibt es diese Technik in keinem offiziellen ITF-Lehrsystem. In der World Taekwondo (WT) Federation kennt man diese Technik als Hwangso Makki (황소막기), übersetzt Stierblock. Namensgebend ist die leicht geschwungene Form des Blocks in der Gestalt von "Stierhörnern", bei der die Handgelenke die Kraft schräg nach außen ableiten. Nach der Namenskonvention des traditionellen Taekwon-Do ist dies ein Sang Bakat Palmok Chukyo Makki (쌍팔목 치켜막기).

andere Schreibweisen: 추켜 막기, rising block, Chookyo Makgi

Tollimyo Makki

Kreisblock. Kreisender Block.

Der Kreisblock wird eingesetzt, um gleichzeitige oder weit ausholende Angriffe mit Händen und Füßen umzulenken. Die Technik folgt einer weiten, bogenförmigen Bahn, um das gegnerische Bein oder den Arm aufzunehmen und abzulenken, während der Verteidiger eine stabile Körperhaltung beibehält.

Der Kreisblock wird standardmäßig mit dem inneren Unterarm (Speiche) oder der Handinnenkante ausgeführt. Es kann jedoch auch in selteneren Fällen die Handkante zum Einsatz kommen.

Die Technik lässt sich zerlegen in einen Tiefblock einwärts mit der Speiche, gefolgt von einem mittleren Speicheblock. Beide Teile werden über die Kreisbewegung einfach fortlaufend miteinander verbunden.

Diese Blockprinzip begegnet dem Lernenden erstmalig in der Wonhyo Hyong.

Für den Block wird hauptsächlich die Gangstellung (chongul) verwendet. Dabei wird das Körpergewicht leicht abgesenkt, um die Stabilität und die Kraftübertragung aus den Beinen zu verbessern.

In den Schulen der ITF wird dieses Absenken in den Formen stark hervorgehoben (siehe Bild links), indem das hintere Knie weit nach unten gebeugt wird. Der Oberkörper bewegt sich dabei halbseitig auf den Gegner zu, um eine größere Flubahn zu erzeugen und mehr Masse in den Block zu bekommen.

In den traditionellen Schulen ist diese Vorgehensweise im Formenlauf nicht üblich, hier bleibt das Absenken dezenter und natürlicher und der Oberkörper frontaler zugewandt.

Sobald der Fuß des Angreifers herankommt, wird dessen Bein durch eine kreisförmige, schaufelnde Bewegung nach außen geführt.

Der Blockarm bewegt sich sodann in einer weiten Kreisbahn nach außen und oben und erreicht dabei etwa die Höhe der Schulter des Verteidigers. Dadurch kann der Angriff von seiner ursprünglichen Bahn abgelenkt werden und das Gleichgewicht des Angreifers wird gestört. Es bietet sich unmittelbar eine günstige Gelegenheit für einen Gegenangriff.

In den ITF Schulen wird dieses "Auswerfen" des gegnerischen Beins etwas mehr betont, wie im Bild rechts. Die Schulter des Blockarms liegt dabei etwas tiefer als die gegenüberliegende Schulter, um eine bessere Hebelwirkung zu erzeugen, der Oberkörper dreht halbseitig aus.

 In den traditionellen Schulen behält man in den Formen (hyong) die Position des mittelhohen Auswärtsblocks in der Schulterlinie bei und belässt die Schultern in einer horizontalen Position bei einer frontalen Ausrichtung (siehe Titelbild).

Zum Verständnis und einer effektiveren Anwendung der Technik lohnt sich der Blick auf die Methode der ITF Schulen gleichwohl zu Übungszwecken mit dem Partner.

andere Schreibweisen: 돌리며 막기, Circular Block, Dollimyo Makgi

Kolchyo Makki

Hakenblock.

Es handelt sich um eine kontrollierte, ablenkende Abwehrtechnik, die den gegnerischen Angriff in einer bogenförmigen Bewegung abfängt und beiseite schiebt. Der Kolchyo Makki ist also kein hartes Abblocken. Er erfordert minimale Kraft und nutzt stattdessen die Hebelwirkung und das Timing.

Am häufigsten wird er mit der offenen Handfläche (Sonbadak Kolchyo Makki) ausgeführt. Die blockende Hand bewegt sich in einer schnellen, bogenförmigen Kurve von innen nach außen und leicht nach unten. Die Hand agiert dabei wie ein Haken. 

Da die Technik kaum Eigenkraft benötigt, bleibt die Hüfte auch ideal positioniert, um beispielsweise mit der anderen Hand sofort einen Gegenangriff zu starten.

Durch die hakenartige Bewegung kann der Arm des Angreifers nicht nur abgewehrt, sondern direkt gegriffen oder fixiert werden. Ein leichter Zug zieht den Gegner aus der Balance. Die Handfläche ist das beste Werkzeug, wenn unmittelbar nach der Abwehr ein Greifen erfolgen soll. Nach dem Greifen kann die gegnerische Extremität zudem durch eine Drehbewegung kontrolliert werden.  Der Block auf der Außenseite des Gegners (bakkat-makki) bietet den besseren Schutz gegen die freie zweite Hand des Gegners. Eine Hakenabwehr auf der gegnerischen Innenseite (an-makki) ist gleichwohl möglich, aber riskanter.


Varianten: Hakenblock mit Handkante, Handrücken oder Unterarm

Die Ausführung entspricht ebenfalls der Handflächen­version, nur wird dabei das Handgelenk nicht abewinkelt. Der Zweck besteht darin, die andere Hand oder den anderen Fuß für einen unmittelbaren Gegenangriff freizuhalten. Die Auswahl zwischen diesen drei verschiedenen Varianten richtet sich nach der Entfernung zum Gegner.

Der Hakenblock mit der Handkante begegnet dem Lernenden des traditionellen Taekwon-Do das erste mal in der Yul-Gok Hyong. In den ITF Schulen wurde die Technik ausgewechselt gegen die oben beschriebene Standardvariante mit der Handfläche (sonbadak).

andere Schreibweisen: 걸초 막기, Golcho Makki, Hooking Block

Tu Palmok Makki

Doppelblock mit den Unterarmen.

Der Doppel-Unterarmblock ist eine der stärksten Blocktechniken. Als Blockwerkzeug kommt die Innenseite des vorderen Unterarms (Speiche) zum Einsatz. Die Einsatzhöhe ist standardmäßig die hohe Stufe (sangdan).

Der innenliegende Arm wird als energetische Unterstützung in der Stoßrichtung verwendet und liegt nah am Blockarm an. Der zweite Knöchel des kleinen Fingers wird dabei bis an den Ellbogen herangeführt, jedoch ohne in direkt zu berühren. Beide Unterarme bilden ein stabiles Kraftdreieck. Die unterstützende Hand erzeugt bei der Ausführung der Technik zusätzliche Stabilität und biomechanische Kraft. Die doppelte Armbewegung harmonisiert und verstärkt die Hüftdrehung. 

Ein besonderer Vorteil dieser Technik besteht darin, dass der körpernahe Unterarm sehr schnell in eine weitere Blockbewegung oder Schlagbewegung übergehen kann, während der vordere Unterarm weiterhin die Deckung aufrechterhält.

Der vordere Arm kann nicht nur als Block eingesetzt werden, auch Stoß- oder Schlagbewegung ist hiermit möglich.

Der Doppel-Unterarmblock wird hauptsächlich in der Gangstellung (chongul) ausgeführt. In den Formen sieht man jedoch beispielsweise auch die Verwendung des Kreuzstandes (Kyocha) oder der L-Stellung ("kurzer Schritt", hugul).

Die Technik wird gemeinhin Doppelblock bezeichnet. Diese Einordnung ist jedoch streng genommen nicht korrekt, da sie den Eindruck vermittelt, beide Hände würden gleichzeitig blocken. Das ist jedoch nie der Fall. Dem innenliegenden Arm kommt immer nur eine unterstützende Funktion zu.

Deshalb wird dieser Block auch oft als "Goduro Makki" bezeichnet, also "unterstützter Block". Bei einem unterstützenden Block wird die Abwehrbewegung durch eine Aktion mit der anderen Hand unterstützt. Im Bild links wird die Technik als Blockade gegen einen ein- oder beidhändigen Reversbriff des Gegners eingesetzt. Der vordere Unterarm bildet dabei eine Barriere gegen den Hals des Angreifers, während der andere Arm auf derselben Seite gegen einen Overhook absichert.

andere Schreibweisen: 두 팔목 막기, Double Forearm Block, Doo Palmok Makgi

Kyocha Makki

Kreuzblock.

Bei einem Kreuzblock werden die Unterarme oder Handkanten kreuzförmig übereinandergelegt, um einen gegnerischen Angriff abzuwehren. Der Kreuzblock kann je nach Angriffshöhe in verschiedenen Stufen ausgeführt werden.

Diese Technik nutzt die Stabilität beider Unterarme gleichzeitig, um auch sehr wuchtige Angriffe sicher zu stoppen. Den Kreuzblöcken gemeinsam sind die gekreuzten Handgelenke. Die Arme bilden am Kreuzungspunkt ein stabiles "X". Je nach Verwendungszweck blocken entweder die Außenseiten oder die Innenseiten des Unterarms. Die Technik wird meist mit geschlossenen Fäusten ausgeführt, kann für anschließende Hebel- oder Greiftechniken jedoch auch mit offenen Händen (Sudo) erfolgen.  

Bei einem tiefen Kreuzblock (Hadan) kreuzen sich die Arme auf Höhe des Unterleibs, um tiefe Tritte (z. B. einen Frontkick oder einen Kniestoß) abzufangen. Durch den nach unten drückenden Charakter der Technik ist die exakte Bezeichnung "Kyocha Nullo Makki". Die Fäuste sind meist geballt, und die Gelenke blockieren die gegnerische Dehnungs- oder Stoßbewegung. Die Verwendung der Handkanten ist hier nicht empfohlen.

Bei einem hohen Kyocha Makki kreuzen sich die Unterarme über dem Kopf. Diese Variante dient offensichtlich der Abwehr gegen Schläge von oben. Im Moment des Blocks müssen sich die Handgelenke in der Mitte der Stirn kreuzen. Die verwendung der gekreuzten Handkanten ermöglicht es, das Angriffswerkzeug unmittelbar nach der Abwehr zu erfassen bzw. zu kontrollieren. Diese Variante gehört zur Familie der hebenden Blöcke (Chukyo Makki). Die exakte Bezeichnung ist daher "Kyocha Chukyo Makki".

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung des Kreuzblocks als Stoppblock (Momchau Makki). Dadurch können kraftvolle gegnerische Angriffe, insbesondere starke Tritte, blockiert weden. Anstatt die gegnerische Waffe abzuwehren, wenn sie bereits maximale Geschwindigkeit erreicht hat, wird der Angriff durch das „Hineingehen“ und Blocken des gegnerischen Oberschenkels oder Schienbeins kontrolliert gestoppt. Die Variante mit den gekreuzte Handkanten (Bild links) ermöglicht es, das gegnerische Bein nach dem Stoppen direkt zu greifen. Die Ausführung mit den gekreuzten Unterarmen bietet dahingegen noch stärkeren Widerstand.

Die vierte Variante stellt der Kreuzblock abwärts dar (Kyocha Naeryo Makki). Der Zweck dieser Technik besteht darin, den Angriff gegen den Solarplexus oder tiefer gerichtete Ziele nach unten abzulenken. In der Hauptsache richtet sich der Block mit derr Kreuzfaust (kyocha jumok) oder den gekreuzten Handkanten (kyocha sudo) gegen einen Fußangriff. Die Verwendung der gekreuzten Handkanten dient dabei wieder dazu, der Gegner umittelbar nach dem Block leichter zu greifen und zu kontrollieren.

andere Schreibweisen: 추켜 막기, Crossblock, Otgoro Makki

Nullo Makki

Druckblock.

Der Druckblock wird ausschließlich gegen Angriffe gegen die untere Stufe eingesetzt. Die Technik wird verwendet, um den angreifenden Fuß zu kontrollieren oder nach unten zu drücken.

Das erste Mal kommt der Lernende mit diesem Prinzip in der Jung-Gun Hyong in Berührung. Mit der abwehrenden Hand wird hier auf Schulter- oder Brusthöhe ausgeholt und dann nach unten gedrückt.

In den Gründungsjahren des Taekwondo wurde diese Technik hart und kraftvoll mit den Handballen (Changkwon) ausgeführt (siehe Bild links).

Dieser Block hat in den Schulen der ITF später Änderungen erfahren. Die Technik wird dort mit den Handflächen ausgeführt (sonbadak nullo makki), die Arme werden weiter außen an den Schulterlinien geführt. Der Block wird damit zu einer weicheren, ablenkenden Technik. Um den abfangenden, weicheren Charakter dieser Technik zu unterstreichen, wird dieser Technik beim Formenlauf der ITF auch betont langsam ausgeführt.

Anmerkung: Im Stil von Meister Kwon wird der Block kraftvoll mit den  Handballen ausgeführt. Am Ende der Technik befinden sich beide Hände senkrecht übereinander in der Center Line. In dieser Ausführungsart ist die Verwendung der Technik als Schulterhebel möglich.

Der Block kann auch mit anderen Handhaltungen ausgeführt werden. Häufig nutzt man beide Handfläche (Sang Sonbadak, Bild rechts) oder die gekreuzten Fäuste, vornehmlich um einen Kniestoß abzuwehren.

Auch die Verwendung der Vorderfaust ist möglich. Im Reiterstand wird hierbei im Moment des Blocks auch ein seitlicher Frontblock mit dem des gegenüberliegenden Innenunterarms ausgeführt. In der Gangstellung würde die gegenüberliegende Hand vor die Schulter gebracht werden. 

andere Schreibweisen: 누ล러 막기, Pressing Block, Noollo Makgi

Miro Makki

Schiebender Block.

Der schiebende Block wird nicht eingesetzt, um einen Angriff hart zu stoppen, sondern um den Gegner durch gezielten Druck aus dem Gleichgewicht zu bringen. Besonders wirksam ist er gegen Schiebe- oder Stoßangriffe, Greifversuche, vorwärtsdrängende Gegner oder allgemein Situationen, in denen ein sofortiger Gegenangriff vorbereitet werden soll.

Die Standardvariante ist die Ausführungmit dem Handballen gegen die Schulter des Gegners (in der ITF mit der Handfläche). Der Lernende kommt erstmals in der Hwarang Hyong mit dieser Technik in Berührung. Der Handballen wird dabei gerade und kräftig nach vorne geschoben (Titelbild).

Eine andere Methode stellt der schiebende Block auf tiefer Stufe darf. Hier kommen der doppelte Unterarm, bzw. die doppelten Handkanten oder Handinnenkanten zum Einsatz. Die Verwendung eines festen Standes (Gojung Sogi) ist empfohlen. Diese Methodik bietet sich vornehmlich an, um den Gegner in einem Hebelgriff (z.B. Polizeigriff) zu Boden zu bringen. Die Bewegung gleicht dabei dem Schieben eines großen Besens.

Auch ein tiefer Schutzblock (daebi) kann schiebend eingesetzt werden, wenn er in einer kreisförmigen Bewegung erfolgt. Für die anschließende Kontrolle am Boden kommen dazu die Handkanten bzw. Handinnenkanten zu Einsatz.

andere Schreibweisen: 밀어 막기, Pushing Block, Miro Makgi

Turo Makki

Schaufelblock.

Der Schaufelblock greift die gegnerische Technik auf und hebt sie aktiv nach oben an. Dies bringt den Gegner in eine instabile Lage. In den traditionellen Schulen wird hierfür hauptsächlich der Handballen (changkwon) verwendet, bei der ITF die geöffnete Handfläche (Sonbadak). Seltener kommt die Innenhandkante zum Einsatz.

Die Hand bewegt sich in einer großen, kreisartigen Aufwärtsbewegung. Zu Beginn neigt man den Oberkörper leicht nach unten, um unter den Tritt zu kommen, und schaufelt das Bein des Angreifers dann auf mittlere Stufe oder höher nach oben. In dem Moment richtet man sich wieder hoch auf.

Der Hauptzweck dieser Variante besteht darin, unmittelbar nach dem Hochschaufeln des Beins einen Angriff zur mittleren Sektion oder zu höheren Zielen anzubringen.

andere Schreibweisen: 들어 막기, Scooping Block, Duro Makgi

Digutja Makki

U-förmiger Block.

Beide Hände befinden sich im Moment der Abwehr auf einer senkrechten Linie befinden. Der untere Ellbogen liegt dabei auf Höhe der Hüfte. Gleichzeitig wird der Körper im Augenblick der Blockbewegung leicht zum Ziel hin geneigt.

Laut Lehrbuch von General Choi besteht der einzige Zweck dieser Technik darin, einen Stock- oder Bajonettangriff abzuwehren. Die Technik lässt sich jedoch auch als Vorbereitung für einen Wurf deuten bzw. zum Fixieren eines Gegners.

Zusatzwissen:
Digut (ㄷ): Der Name des Konsonanten im koreanischen Alphabet ist aufgrund der optischen Ähnlichkeit mit der Technik deren Namensgeber.

Variation: U-förmiger Greifblock.

Diese Variante wird eingesetzt, um die blockierte Waffe unmittelbar nach der Abwehr zu greifen und zu verdrehen. Auch hier sind andere Interpretationen des Nahkampfs möglich.

Die Handfläche der oberen Hand ist im Moment der Abwehr nach oben gerichtet.



andere Schreibweisen: ㄷ자 막기, U-Shape Block, Digutja Makgi

San Makki

W-förmiger Block. Bergblock.

Der W-förmige Block hat seinen Namen vom koreanischen Wort für „Berg“ (San), da die Silhouette der Arme an das Schriftzeichen für einen Berg 山 bzw. den Buchstaben W erinnert. Der Block dient der Abwehr von Fuß- oder Handangriffen gegen den Hals- und Kopfbereich.

Einwärtige Ausführung

Der W-Block wird standardmäßig in Blickrichtung einwärts mit der Außenseite des Unterarms ausgeführt (siehe Titelbild), seltener mit den Handkanten. In dieser Variante richtet sich der Block gegen einen einzelnen Angreifer und wird in der Reiterstellung (kima) ausgeführt.

In den Formen wird der Block oft synchron mit einer kraftvollen Stampfbewegung in die Reiterstellung (kima) ausgeführt. Das Stampfen generiert über die Hüfte die notwendige Explosivkraft und betont die Hüftbewegung, zum anderen trägt es zur Kräftigung der Beinmuskulatur bei. Erstmalig kommt der Lernende in der Toigye Hyong mit dieser Technik in Berührung.

Auswärtige Ausführung

Die auswärtige Ausführung dieses Blocks mit den Ellen, den Handkanten, Handinnenkanten oder auch den Speichen richtet sich gegen den Angriff zweier seitlich stehender Gegner. Die Ellenbogen befinden sich im Moment des Blocks leicht unterhalb der Schulterlinie. Beide Arme werden dabei aus einer gekreuzten Position von innen nach außen zu den Körperseiten gebracht. Es wird dabei keine Stampfbewegung ausgeführt.

andere Schreibweisen: 산 막기, W-Shaped Block, San Makgi, Mountain Block

Hechyo Makki

Keilblock.

Die Bewegung beider Arme stellt ein Auseinandertreiben oder Auftrennen dar. Erstmalig kommt diese Technik in der Tosan Hyong zum Einsatz. Der Abstand zwischen den beiden Unterarmen entspricht ungefähr der Schulterbreite. Die Ellbogen sind im Augenblick des Blocks etwa 35 Grad nach außen gebeugt.

Diese Technik ist konzipiert, einen Doppelfauststoß oder einen beidseitigen Handkantenschlag nach innen abzuwehren. Gleichzeitig kann dadurch ein beidhändiges Greifen an den Hals, den Kopf oder die Jacke (den Kragen) verhindert werden. Dieser Block kann auch mit den beiden Handkanten ausgeführt werden.

Die Technik im Titelbild stellt einen Keilblock mit den äußeren Unterarmen dar. Hier sind die Ellbogen im Augenblick des Blocks leicht nach innen gerichtet. In den Formen ist diese Technik auf mittlerer Stufe (chungdan) anzutreffen. Sie wird üblicherweise in der Reiterstellung (kima) oder im kurzen Schritt (hugul) ausgeführt. Die Ausführung dieser Technik ist auch mit den Handinnenkanten möglich.

Der Keilblock auf tiefer Stufe (hadan) wird hauptsächlich zur Griffbefreiung in der Selbstverteidigung eingesetzt. Er wird auf Schulterhöhe gekreuzt ausgeholt und schnappt dann mit beiden Armen in einem Bogen nach unten-auswärts.

andere Schreibweisen: 헤쳐 막기, Wedging Block, Hechyo Makgi

Kutcha Makki

9-förmiger Block. Neunerblock.

Diese Technik wird verwendet, um das Ellbogengelenk, das Handgelenk oder das Sprunggelenk zu brechen bzw. zu kontrollieren. Sie könnte nachrangig auch dafür eingesetzt werden, um einen koordinierten Hand- und Fußangriff gegen den Solarplexus und den Unterbauch abzuwehren.

Der Name „9-Form-Block“ leitet sich von der Form der Arme während der Endposition ab. Durch die Kombination aus einer geraden und einer kreisförmigen Bewegung entsteht eine Hebelwirkung, die insbesondere gegen Ellbogen-, Handgelenks- oder Sprunggelenke eingesetzt werden kann. Gleichzeitig ermöglicht die Struktur des Blocks die Abwehr eines kombinierten Angriffs auf obere und untere Körperregionen.

andere Schreibweisen: 구자 막기, Nine (9)-Shape Block, Gutja Makgi

Tu Pandalson Makki

Block mit der doppelten Bogenhand.

Tu Pandalson Makki ist der doppelter Bogenhandblock, der eingesetzt wird, um seitliche Angriffe gegen die Brust- und Kopfregion großflächig abzwehren.

Die Hände sind geöffnet und die Finger leicht gekrümmt, um die Form eines Bogens oder Halbkreises zu bilden.

Beide Bogenhände bewegen sich synchron auf gerader Linie nach außer, um Schläge oder Tritte abzulenken. Der Körper ist im Moment des Blocks nur halb zum Gegner gewandt.

andere Schreibweisen: 두 반달손 막기, Double Arc-Hand Block, Doo Bandalson Makgi

Soopyong Makki

Horizontaler Block.

Diese Technik dient dazu, den Brust- und Rippenbereich gegen einen koordinierten oder gleichzeitigen Angriff zu schützen.

Standardmäßig werden die beiden Handflächen verwendet, wenngleich auch die Verwendung beider Handkanten möglich wäre. Die Technik kommt ausschließlich in der letzen Übungsform Tong-Il vor, wo sie im kurzen Schritt (hugul) ausgeführt wird.

Für den Block bewegen sich beide Hände gleichzeitig von oben hinab auf eine waagerechten Ebene auf Höhe der Brust, um gegnerische Angriffe wie Schläge oder Tritte abzuwehren.

andere Schreibweisen: 수평 막기, Horizontal Block, Soopyong Makgi

Hori Makki

Taillenblock. Auch: Hüftblock.

Diese Technik wird in erster Linie eingesetzt, um Fußtechniken (Tritte) abzuwehren. Sie kann jedoch auch gegen Handtechniken verwendet werden, die gegen den Solarplexus oder die kurzen Rippen gerichtet sind.

Standard: Taillenblock mit der Elle

Der Taillenblock wird normalerweise mit dem äußeren Unterarm ausgeführt, gelegentlich auch mit der Handfläche.

Dabei erreicht der Block sein Ziel in einer kreisförmigen Bewegung von oben. Er darf also gerade nicht wie der klassische Tiefblock gerade nach unten geschlagen werden, sondern erreicht sein Ziel auf einer Kreisbahn. Im Moment des Blocks befindet sich der Unterarm auf Taillenhöhe, der Ellbogen ist 45° gebeugt. Die Faust ist dabei etwas tiefer als der Ellbogen. Standardmäßig erfolgt der Block in einem kurzen Schritt, eine Anwendung aus dem Hinterfußstand (dwitbal) ist ebenfalls gut möglich. Verwendet wird dabei immer nur der vordere Arm.

Variante: Taillenblock mit der Speiche

Der Block kann auch in einer Schaufelbewegung von unten ausgeführt werden. In dem Fall dient er der Abwehr eines Fersdrehschlags und wird mit einer halben Körperdrehung ausgeführt, siehe https://www.youtube.com/watch?v=us18byv1E6s

Der Neunerblock (gutcha makki) ist eng verwandt mit dieser Ausführungsart.

Expertenwissen:

Der Heori Makgi wurde das erste Mal im Jahr 1983 namentlich in der Enzyklopädie des Taekwon-Do von General Choi Hong-Hi (dem Begründer des ITF-Stils) schriftlich festgehalten. Diese Technik ist für Sparringsituationen geschaffen. Der Block wurde auch in die neuere ITF-Übungsform "Yon-Gae" aufgenommen. Damit gehört dieser spezielle Block zu den "neueren" Techniken des ITF Taekwondo und wird deshalb in den tradtionellen Taekwon-Do Schulen nur selten praktiziert und ist dort oft nicht bekannt.

andere Schreibweisen: 허리 막기, Waist Block, Hori Makgi

Ollyo Makki

Aufwärtsblock.

Mit Aufwärtsblock werden alle Abwehrtechniken bezeichnet, die von unten nach oben verlaufen. Der Zweck dieses Blocks besteht darin, einen gegnerischen Angriff gegen den Körper (meist Solarplexus) nach oben abzulenken bzw. anzuheben.

In den traditionellen Schulen wird hierzu häufig der Handballen (changkwon) verwendet. Die ITF Schulen bevorzugen die Verwendung der Handfläche (sonbadak). Der Block erreicht das Ziel in einer kreisförmigen Bewegung.

Seltener anzutreffen ist die Verwendung der Handinnenkante, der Daumenwurzel (umji batang) oder des Handgelenks (sonmukdung). Bei diesen Varianten tritt der Block den Fokuspunkt auf einer geraden Linie.

Eine ebenfalls sehr bekannte Variante ist der doppelte Aufwärtsblock mit den Handballen (changkwon) oder Handflächen (sonbadak), wie man ihn beispielsweise in der Chung-Mu Hyong antrifft.

andere Schreibweisen: 올려막기, Ollyo Makgi

Naeryo Makki

Abwärtsblock.

Der Zweck dieser Technik besteht darin, die angreifende Hand, den Fuß oder eine Waffe des Gegners, die gegen den Solarplexus oder tiefer gerichtete Ziele eingesetzt wird, nach unten abzulenken.

Dafür kommen in Frage die einfache oder doppelte Handfläche (Sonbadak), die einfach oder doppelte Elle (pakkat-palmok) oder die Handkante (sudo) und schließlich die gekreuzten Unterarme bzw. Handkanten. In seltenen Fällen kann auch der gerade Ellbogen eingesetzt werden.

Bei der Ausführung mit der Handfläche wie im Titelbild erreicht der Block seinen Fokuspunkt auf einer kreisförmigen Bahn. Der Ellbogen ist im Moment des Auftreffens um etwa 45 Grad nach außen gebeugt sein.

Bei der Verwendung der doppelten Handfläche wirken beide gleichzeitig, um den Angriff nach unten abzuleiten und den unteren Körperbereich wirksam zu schützen.

Bei der Ausführungsvariante mit dem einfachen oder doppelten äußeren Unterarm bzw. der Handkante wird der Rippenbereich bzw. der Solarplexus geschützt. Die Hand ist dabei im Moment des Blocks höher als der Ellbogen. Der Ellbogen ist etwa 45 Grad nach außen gebeugt.

Die Kreuzfaust (kyocha jumok) oder die gekreuzten Handkanten (kyocha sudo) werden hauptsächlich dazu genutzt, um einen Fußangriff zu blockieren. Bei der Verwendung der gekreuzten Handkanten ist der Gegner umittelbar nach dem Block leichter zu greifen und zu kontrollieren.

 

 

Eine besondere Bedeutung kommt der Variante mit versetzt gehaltenen (alternierenden) Handflächen zu. Diese spezielle Technik wird verwendet, um einen Tritt gegen den Brustbereich abzuwehren.

Die seltenere Variante mit dem geraden Ellbogen eignet sich zum Treffen und Abwehren das äußere Sprunggelenk eines angreifenden Beins oder der Rückseite des Handgelenks eines angreifenden Arms.

andere Schreibweisen: 내려막기, Naeryo Makgi, Downward Block

Anuro Makki

Einwärtsblock.

Mit dem Begriff "Einwärtsblock" ist keine spezielle Technik gemeint, sondern alle Blockarten, die einen Angriff  außen nach innen zur Brustlinie hin abwehren. Die Technik kann aus jeder Stellung und auf jeder Höhe ausgeführt werden und wird verwendet, um Angriffe auf der Brustlinie (B) abzufangen.

Die Standardversion des Einwärtsblocks ist der mittelhohe Block mit dem äußeren Unterarm (Elle) nach innen (siehe Titelbild). Pakkat-Palmok Chungdan Anuro Ap Makki

andere Schreibweisen: 안으로 막기, Inside block, Anuro Makgi

Pakkuro Makki

Auswärtsblock.

Mit dem Begriff "Auswärtsblock" ist keine spezielle Technik gemeint, sondern alle Blockarten, die einen Angriff von der Körpermitte weg nach außen ablenken oder stoppen.

Dabei bewegt sich der Blockarm oder das Bein aus einer innenliegenden Position nach außen.

Die Standardversion des Auswärtsblocks ist der hohe Block mit dem äußeren Unterarm (Elle) nach nach außen (siehe Titelbild). Pakkat-Palmok Sangdan Pakkuro Yop Makki

andere Schreibweisen: 밖으로 막기, Outward Block, Bakuro Makgi

Ap Makki

Frontaler Block

Mit dem Begriff "frontaler Block" ist keine spezielle Technik gemeint, sondern alle Blocktechniken, die in der Körpermitte des Verteidigers ausgeführt werden, wenn dieser dem Ziel vollständig zugewandt ist.

Als Schrittstellungen kommen nur frontal ausgerichtete Stände in Betracht, in erster Linie die Gangstellung ("langer Schritt", chongul), der Reitersitz (kima) oder die Kreuzstellung (kyocha). Gelegentlich kommen auch der Parallelstand (narani), der geschlossene Stand (moa), der Einbeinstand (oebal) oder der Diagonalstand (sasun) zum Einsatz.

Der Frontblock wird hauptsächlich mit dem äußeren Unterarm (Elle), der Handkante, der Handinnenkante oder des Handballens bzw. der Handfläche in der Form eines Einwärtsblocks (Anuro Makki) zur Körpermitte hin ausgeführt.

Weitere Blockwerkzeuge sind die Doppelhandfläche (Twin Palm), die Kreuzfaust oder die gekreuzten Handkanten. Diese werden hebend (chukkyo), stoppend (momchau) oder nach unten drückend (nullo) auf der Centerline (A) ausgeführt.

Achte darauf, dass beim Abschluss der Technik die Fingerinnenseite entweder zur seitlichen Faust oder zum Unterarm zeigt.

andere Schreibweisen: 앞 막기, Frontblock, Ap Makgi

Yop Makki

Seitlicher Block.

Mit dem Begriff "seitlicher Block" ist keine spezielle Technik gemeint, sondern alle Blocktechniken, die halbseitig (Bild rechts) oder vollständig seitlich (Titelbild) zum Gegner ausgeführt werden.

Dabei spielt es keine Rolle, welches Blockwerkzeug verwendet wird, welcher Stand eingenommen wird oder aus welcher Position der Angriff erfolgt. Der Seitenblock kann aus jeder Stellung und mit jedem Blockwerkzeug ausgeführt werden.

Die Blocktechnik wird dabei auf der eigenen Schulterlinie (C) ausgeführt. Diese Linie ist unbedingt zu beachten, denn der Block ist zu schwach, wenn zu weit innen ausgeführt wird. Durch einen kraftvollen Faust- oder Fußangriff wäre er leicht zu durchbrochen oder abzulenken.

Wird der Block dagegen "overcommitted", also über die Körperlinie hinaus ausgeführt, entsteht eine Öffnung in der Deckung, die dem Gegner eine Angriffsfläche bietet.

Anmerkung: Auch der Standard Tiefblock (Pakkuro Hadan Makki) ist nach dieser Definition ein seitlicher Block.

andere Schreibweisen: 옆막기, Side Block, Yop Makgi

Yobap Makgi

Seitfrontaler Block.

Der seitfrontale Block schützt vor hohen (sangdan) Angriffen aus einem seitlich-vorderen Winkel. Der seitfrontale Block kommt nur in frontalen Ständen vor. Per Definition der ITF ist nur der Block auf hoher Stufe ein Yobap Makki.

Der Block wird in einer Auswärtsbewegung mit der Speiche (An-Palmok) oder der Innenhandkante (Yoksudo) ausgeführt, wobei der Blockunterarm senkrecht steht. Gleichzeitig wird der gegenüberliegende Arm im Moment des Blocks nach unten gestreckt.

Diese Technik wurde von der ITF zur besseren Systematisierung für den Formenlauf gestaltet und gehört zu den neueren Techniken im Lehrstil der International Taekwon-Do Federation.

Diese Technik ersetzte die Ausführungsvariante auf mittlerer Höhe. Diese war in der Anfangszeit des Taekwon-Do noch präsent. In der 1965er Ausgabe des Buchs "Taekwon-Do" wurde sie so noch in der Hwarang Hyong verlangt. 

Im Zuge der späteren Systematisierung und Vereinheitlichung in der ITF wurde die damalige Variante in den hohen Yopab Makki überführt. Die mittelhohe Variante verschwand damit aus den Lehrbüchern der ITF. In den traditionellen Schulen wird die mittelhohe Version nach wie vor existent, siehe Bild rechts. 

 

andere Schreibweisen: 옆앞 막기, Side Front Block, Yobap Makgi

An Makki

Block auf der Innenseite des Gegners.

Ein Block, der gegen die Innenseite des angreifenden Arms oder Beins gerichtet ist, wird als Innenblock bezeichnet.

Der Verteidiger sollte bei diesem Block jedoch vorsichtig sein, da der Gegner seinen gegenüberliegenden Arm oder sein gegenüberliegendes Bein für einen unmittelbaren Kombinationsangriff einsetzen kann.

andere Schreibweisen: 안 막기, Inside Block, Anmakgi

Pakkat Makki

Block auf der Außenseite des Gegners.

Ein Block, der gegen die Außenseite des angreifenden Arms oder Beins gerichtet ist, wird als Außenblock bezeichnet.

Ein wesentlicher Vorteil dieses Blocks besteht darin, dass er den Gegner daran hindert, seinen anderen Arm oder sein anderes Bein unmittelbar für einen Kombinationsangriff einzusetzen.

andere Schreibweisen: 바깥 막기, Outside Block, Bakat Makgi

Momchau Makki

Der Kontrollblock. Stoppblock.

Diese Technik wird genutzt, um kraftvolle gegnerische Angriffe, insbesondere starke Tritte wie den Fersendrehschlag oder den  Dollyo-Chagi, direkt im Ansatz zu blockieren. Anstatt die gegnerische Waffe abzuwehren, wenn sie bereits maximale Geschwindigkeit erreicht hat, wird der Angriff durch das „Hineingehen“ und Blocken des gegnerischen Oberschenkels oder Schienbeins kontrolliert gestoppt. Der Kontrollblock wird je nach Situation mit unterschiedlichen Mitteln ausgeführt. Die Variante mit den gekreuzte Handkanten (Titelbild) ermöglicht es, das gegnerische Bein nach dem Stoppen direkt zu greifen. Die Ausführung mit den gekreuzten Unterarmen bietet dahingegen noch stärkeren Widerstand.

Gegen hohe Angriffe ist besonders gut der Stoppblock mit den beiden senkrecht nach vorne gerichteten Ellen (Sang Sun Palmok Momchau Makki) geeignet. Dazu können auch die Handkanten verwendet werden. Dieses Anwendungsprinzip ist auch mit dem einseitigen geraden Unterarm (Wae Sun Palmok) oder einer geraden Handkante umsetzbar.

andere Schreibweisen: 멈추어 막기, Checking Block, Momchau Makgi

Narani Makki

Parallelblock.

Diese Technik wird eingesetzt, um mehrere Angriffe auf hoher Stufe abzuwehren. Sie wird hauptsächlich mit den Ellen bzw. Handkanten und den Speichen bzw. Handinnenkanten ausgeführt. In seltenen Fällen kommen auch Handrücken (sondung) oder Unterarmrücken (palmok dung) zum Einsatz. Je nach Angriffsrichtung kommen unterschiedliche Blockwerkzeuge zum Einsatz:

Der Körper bleibt im Moment des Blocks vollständig nach vorne ausgerichtet. Der Abstand zwischen den Armen ist etwas größer als die Schulterbreite. Daumen und Ellbogen bilden eine gerade Linie, die Armführung ist immer symmetrisch.

Der Narani Makgi kommt im traditionellen ITF Taekwon-Do in der Form Juche prominent vor.

Ttaeryo Makki

Schlagender Block.

Hierbei handelt es sich nicht um eine spezielle Technik, sondern um ein Anwendungskonzept für Blöcke. General Choi beschrieb es explizit in der 1965er Ausgabe seines Buches Taekwon-Do. Der Gedanke hinter dieser Technik ist es, das angreifende Bein oder den Arm mithilfe der Blocktechnik schmerzhaft zu schlagen, um den Angriff zu vereiteln und weitere Angriffe möglichst zu unterbinden. Es eignen sich dafür grunsätzlich alle Ausführungsarten von Blöcken, die das Ziel in einer geraden Linie erreichen.

 

andere Schreibweisen: 때려막기, striking block

Putchaba Makki

Greifblock.

Diese Technik wird normalerweise unmittelbar nach einem Hakenblock (kolchyo makki) ausgeführt.

Anstatt den gegnerischen Arm oder das Bein mit einem Blcok wegzuschlagen, wird die Extremität im Moment des Kontakts mit der Hand umschlossen und fixiert. Durch das Festhalten wird der Angreifer in seiner Bewegung blockiert. Seine Balance wird gestört, was den Weg für sofortige Folgetechniken ebnet – wie etwa Hebel, Würfe, Feger oder gezielte Konterschläge.

Der Hauptzweck besteht darin, den Gegner durch Verdrehen und Ziehen des angreifenden Arms oder Beins aus dem Gleichgewicht zu bringen oder zu Boden zu werfen. Deshalb wird der Greifblock häufig in Verbindung mit Wurftechniken eingesetzt.

Diese Technik ist eine fortgeschrittene Verteidigungsform, die vor allem für die praxisnahe Selbstverteidigung (Hosinsul) und in höheren Formen eingesetzt wird. Der Übergang zwischen reiner Abwehr und eigenem Konter ist hier fließend.

andere Schreibweisen: 붙잡아 막기, Grasping Block, Butjaba Makgi

Goduro Makki

Unterstützender Block. Assistierter Block.

Bei einem unterstützenden Block wird die Abwehrbewegung durch eine Aktion mit der anderen Hand unterstützt.

Im Titelbild wird die Technik als Blockade gegen einen ein- oder beidhändigen Reversbriff des Gegners eingesetzt. Der vordere Unterarm bildet dabei eine Barriere gegen den Hals des Angreifers, während der andere Arm auf derselben Seite gegen einen Overhook absichert.

Die unterstützende Hand (meist auf Brust- oder Solarplexus-Höhe platziert) dient als perfekte Ausgangsposition für einen schnellen Gegenangriff.

Der doppelte Unterarmblock (tupalmok makki) oder auch der Handkantenschutzblock (sudo taebi makki) sind die zwei prominentesten Vertreter dieses Prinzips.

andere Schreibweisen: 거들어 막기, Geodeureo Makgi, Supporting Block, Assisted Block

Tanggyo Makki

Zugblock. Ziehender Block.

Beim Zugblock handelt sich im Wesentlichen um eine kombinierte Verteidigungs- und Konterbewegung, die meistens in der Gangstellung ("langer Schritt", chongul) ausgeführt wird.

Während ein gegnerischer Stoß oder Schlag abgewehrt wird, umschließt die Hand das Handgelenk oder die Kleidung des Angreifers. Im selben Moment, in dem der Angriff abgelenkt wird, nutzt man den eigenen Körpereinsatz, um den Gegner ruckartig zu sich heranzuziehen. Durch das Heranziehen wird der Gegner aus dem Gleichgewicht gebracht (Off-Balance). Zudem wird sein Körper direkt in den eigenen, zeitgleich startenden Konterangriff (z. B.  Fauststoß oder Aufwärtshaken) gezogen.

Abgrenzung zum Putchaba Makki

Während der Putchaba Makki begrifflich den Angreifer zunächst lediglich an Ort und Stelle fixiert und festhält, nutzt der Tanggyo Makgi eine aktive, kraftvolle Zugkomponente, um die Distanz für den darauffolgenden Konterschlag augenblicklich zu verkürzen.

Zusatzwissen:

der Zugblock "Tanggyo Makki" war in der berühmten Erstausgabe des Buches "Taekwon-Do" aus dem Jahre 1965 noch enthalten. In der späten 15-bändigen Enzyklopädie von General Choi Hong-hi (oft referenziert mit dem Stand von 1999) wird diese Blockprinzip nicht mehr separat aufgeführt.
Die Technik verschwand schleichend in den 1970er und frühen 1980er Jahren, als General Choi das technische System für die 1983/1985 erschienene, monumentale 15-bändige Enzyklopädie komplett überarbeitete und vereinheitlichte.
Während im Buch von 1965 noch viele experimentelle, aus dem Karate entlehnte oder sehr spezifische SV-Anwendungsnamen existierten, strich oder fusionierte Choi in dieser Phase Dutzende Begriffe, um das System logischer und eindeutiger zu gestalten.

Der Tanggyo Makki wurde im Buch von 1965 als eine Bewegung beschrieben, bei der man den Angreifer greift und zu sich heranzieht, während man gleichzeitig blockt oder kontert (oft beschrieben in Kombination mit einem Twisting Block oder Fauststoß). In der späteren Nomenklatur stellte General Choi jedoch fest, dass „Ziehen“ (Tanggyo) an sich keine eigenständige Blockform ist, sondern ein Prinzip oder eine unterstützende Dynamik. 

Wenn eine ziehende Bewegung ausgeführt wird, um einen Schlag vorzubereiten, läuft das heute unter dem Prinzip der Reaktionskraft (Bandong Ryok), bei der die ziehende Hand zur Hüfte (Sunwul) schnellt, ohne dass der Block selbst zwingend das Wort "ziehend" im Namen tragen muss.

In den 1960ern war Taekwon-Do stark im südkoreanischen Militär verwurzelt, wo Nahkampf- und Festlegetechniken (Ziehen, Hebeln) wichtig waren. Mit der Internationalisierung der ITF und der Fokussierung auf ein klares, ästhetisches und lehrbares System für Millionen Schüler weltweit, wurden hochgradig spezifische "Spezialblockaden" wie der Tanggyo Makki zugunsten von universelleren Begriffen gestrafft.

Der Tanggyo Makki ist also nicht als Bewegung gestorben, sondern wurde Opfer einer Nomenklatur-Bereinigung. Die Aktion des "Greifens und Ziehens" existiert aber weiterhin z.B. in den Formen (etwa beim Heranziehen des Gegners für einen Kniestoß), wird aber schlichtweg anders deklariert.

Elemente des Ziehens finden sich im Grasping Block (Butjaba Makgi) wieder. Ebenso tauchen ähnliche Bewegungsprinzipien beim Hakenblock (kolchyo makki) und weiteren Grifftechniken (Japki) auf.

andere Schreibweisen: 당겨 막기, Danggyo Makgi, Pulling Block

Pituro Makki

Ausdrehblock.

Der Ausdrehblock ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie praxisnah und "grappling-lastig" das frühe Taekwon-Do von General Choi Hong-Hi im Jahr 1965 noch war. Während der Begriff in den späteren, standardisierten ITF-Enzyklopädien gestrichen wurde, verrät uns die 1965er Ausgabe Taekwon-Do: The Art of Self Defence die ursprüngliche, Absicht hinter dieser Technik.

Der "Twisting Block" sollte das Gleichgewicht des Gegners zu brechen, indem der zuvor geblockte und fixierte Arm verdreht wird. Der Ausdrehblock beschreibt also den Übergang von einer Blockbewegung in eine Hebelbewegung. Die Hebelwirkung liegt vielfach schon in der Biomechanik der Blockbewegung selbst.

Das frühe Taekwon-Do von 1965 enthielt viele Elemente des Nahkampfs, des Hebelns und Greifens, stark beeinflusst vom Karate und alten Systemen. Auf diese Weise wird es auch heute noch in den traditionellen Schulen unterrichtet.

Die ITF formierte Taekwon-Do zu einer primär auf Schläge und Tritte fokussierten Kampfkunst. Diese grappling-artigen "Spezialblöcke" wurden in dem Zusammenhang praktisch aus dem Progamm genommen.

andere Schreibweisen: 비틀어 막기, Twisting Block, Bituro makki

Yuin Makki

Lockblock. Umleitender Block.

Yuin Makgi beschreibt eine Verteidigungstaktik. Im Gegensatz zu harten, stoppenden Blöcken dient der "Lockblock" dazu, den Angreifer bewusst ins Leere laufen zu lassen. Der Block zieht oder leitet den Angriff des Gegners über seinen eigentlich geplanten Fokuspunkt hinaus.

Am besten gelingt das über eine Finte. Durch eine Täuschungsbewegung (Feint) eröffnet man dem Gegner scheinbar eine Lücke, um seinen Angriff zu provozieren. Dieser antizipierte Angriff wird dann in einer kreisförmigen oder ablenkenden Bewegung abgfangen und ins Nichts weitergeleitet. Dadurch verliert der Angreifer die Balance und wird anfällig für Konter.

Die Provokation ist auch über eine absichtliche Lücke möglich. Über das bewusste Schaffen einer scheinbaren Schwachstelle in der Deckung kann der Gegner zu einem Angriff verleitet werden.

In den älteren Aufzeichungen wurde diese Form der umleitenden Bewegung auch oft Hullyo Makgi (fegender bzw. fließender Block) genannt.

Anwendung in der Yon-Gae Übungsform 

In den offiziellen ITF-Tuls (Formen) kommt der Yuin Makgi (Lockblock) gleich in der ersten Bewegung der Yon-Gae Übungsform vor.

Offiziell wird die Bewegung in der ITF-Enzyklopädie als tiefen Schutzblock mit der Innenhandkante bezeichnet (Hugul Sudo Taebi Hadan Makki, oder in der Nomenklatur der ITF: So Sonkal Dung Najunde Daebi Makgi). Aufgrund ihrer taktischen Funktion und der kreisförmigen Dynamik wird sie als Yuin Makgi (Lockblock) unterrichtet. Die Technik soll dabei als flüssige Täuschungsbewegung ausgeführt werden.

Nach einem Zurückgleiten beginnen beide Arme eine kreisförmige, harmonische Bewegung. Die die vordere Hand holt aus und öffnet sich zur Innenhandkante. Die hintere Hand wird währenddessen schützend herangezogen, um den eigenen Körper abzusichern.

Der Kontaktaufnahme mit dem tiefen Angriff des Gegners erfolgt nicht frontal. Anders als bei einem schlagenden Block darf kein harter Kontakt erfolgen. Die Bewegung muss fließend sein, um den Impuls des Gegners mitzunehmen. Perfektes Timing entscheidet über den Erfolg dieser Taktik. Die kreisförmige Bewegung fängt den Angriff ab und leitet ihn harmonisch zur Seite weiter. Durch das Zurückgleiten in den kurzen Schritt in Verbindung mit der Kreisbewegung  zieht es den Angreifer durch seinen eigenen Schwung nach vorn ins Leere – er ist "hinter das Licht geführt" (gelockt) worden. 

Nach dem Block ist der Oberkörper leicht eingedreht, der Angriff des Gegners wurde erfolgreich weitergeleitet. Die eigene Hüfte ist aus dieser Position für den sofortigen Konter aufgeladen, der in der nächsten Bewegung der Form in Form eines langen Fauststoßes erfolgt (pyongkwon chirugi, ITF: ghin joomuk).

andere Schreibweisen: 유인막기, Hullyo Makki, Yuin Makgi, Luring Block

Chungdan | Hadan Makki

Scherblock.

Der Scherblock ist eine Doppel-Abwehrtechnik. Ihr Name leitet sich von der Bewegung ab, bei der sich die Unterarme wie die Klingen einer Schere kreuzen. Diese Technik wurde 1965 in der Hwarang Hyong als Mittelblock (Speiche) und Tiefblock (Elle) beschrieben.

Die Technik wehrt gleichzeitig zwei Angriffe auf unterschiedlichen Höhen ab. Der innere Arm führt einen mittelhohen Block mit der Speiche aus, der äußere Arm einen Tiefblock.

Zusatzwissen:

Im Zuge der Systematisierung und Vereinheitlichung der ITF wurde diese Technik in der Hwarang Übungsform ersetzt gegen den sogenannten seitfrontalen Block (Yobap Makgi). Dieser schützt ausschließlich vor hohen (sangdan) Angriffen, siehe Bild links. Die Variante mit dem mittelhohen Block verschwand aus den Lehrbüchern der ITF.

In den traditionellen Schulen wird demgegenüber weiterhin die Kombination von Tief- und Mittelblock in der Hwarang Hyong ausgeführt.

Sangdan | Hadan Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock.

Der kombinierte Hoch-Tief Ellenblock ist eine Technik, wie sie 1965 im ersten internationalen Taekwon-Do Buch von General Choi in der Toigye Hyong vorgeschrieben wurde.

Zusatzwissen:

Im Zuge der Systematisierung und Vereinheitlichung der ITF wurde diese kombinierte Blocktechnik in der Toigye Übungsform dann aber gegen einen rückseitlichen Faustrückschlag ersetzt, bei dem der andere Arm einfach nach vorne gestreckt wird (dung joomuk yopdwi taerigi, siehe Bild links) 

In den traditionellen Schulen wird demgegenüber weiterhin die Kombination von Tief- und Hochblock mit den Ellen in der Toigye Hyong ausgeführt. 

 

Hadan | Chukyo Makki

Kombinierter Hoch-Tief Ellenblock. Diamantblock.

Der kombinierte Hoch-Tief Ellenblock findet in den Übungsformen keine Anwendung. Er ist auch im Technikwerk der ITF nicht erwähnt.

In der World Taekwondo (WT) Federation existiert diese Technik jedoch als "Diamantblock" (Kumgang Makgi). Kumgang bedeutet „Diamant“ und steht damit für etwas, das zu fest ist, um zerbrochen zu werden

Die Technik symbolisiert Härte und Stabilität. Beide Arme arbeiten bei diesem Block zusammen und schaffen einen festen Rahmen um den Rumpf.

Hadan | Yopdwi Anpalmok Makki

Gegenläufiger Hoch-Tief-Block.

Der gegenläufige Hoch-Tief-Block ist eine wohlbekannte Technik im japanischen Karate. Dort ist sie unter dem Namen "Manji Uke" bekannt. In den Stilen des koreanischen Karate (Dangsudo, Kongsudo) trägt diese Technik den Namen "Manja Makki" oder "Sango Maki". In der World Taekwondo (WT) Federation wurde dieser Block später als Wesanteul-makgi (외산틀막기) bekannt, übersetzt mit einseitiger Bergblock (Single Mountain Block).

Gleichwohl entschied sich General Choi, diese Technik umzugestalten. Schon in der ersten internationalen Ausgabe des Buches "Taekwon-Do" aus dem Jahre 1965 führte er für die Formen Toi-Gye und Chungmu eine optisch identische Bewegung ein. Anstatt der Blockkombination Hoch-Tief verwendete er die Kombinationstechnik eines tiefen Blocks (hadan makki) zusammen mit einem rückseitlichen Faustrückenschlag (yopdwi rikwon taerigi).

Über die Gründe lässt sich spektulieren. Folgende historische, politische und biomechanische Überlegungen dürften dahinter gestanden haben.

historisch und politisch: Entjapanisierung bei der Erstellung der Hyongs
Nach dem Ende der japanischen Kolonialzeit (1910–1945) gründeten koreanische Meister, die in Japan Karate gelernt hatten (wie General Choi Hong-hi), die ersten koreanischen Kampfkunst Schulen. Zu Beginn wurden eins zu eins die Shotokan-Kata (unter dem Namen Pyung-Ahn statt Pinan/Heian) trainiert. Um eine eigenständige koreanische Identität zu schaffen und das Erbe der Besatzungszeit zu tilgen, wurden ab Mitte der 1950er (ITF-Hyongs) und 1970er Jahre (WT-Taegeuk/Poomsae) neue Formen entwickelt. Techniken, die optisch extrem typisch für das japanische Karate waren – wie der asymmetrische Manji Uke aus den Karate Kata (Formen) Heian Godan oder Gankaku – wurden gezielt modifiziert, um sich visuell vom Karate abzugrenzen.

Biomechanischer Nutzen: Verlust des Bunkai (praktische Anwendung)
Der Manji Uke wird im modernen Breiten-Karate oft fälschlicherweise als „Gleichzeitiger Block gegen zwei Angreifer (einer von vorne, einer von hinten)“ gelehrt. In den echten Anwendungen (Bunkai) ist es jedoch eine Hebel- oder Wurftechnik (Te Guruma / Ankle Pick), bei der man den Arm des Gegners oben fixiert und seine Beine unten wegzieht. Da die Gründer des Taekwondo die Formen primär für das Militär und den Breitensport strafften, ging das tiefe Wissen um diese okinawanischen Nahkampf-Hebel verloren. Ohne das Wissen um den Wurf ergab die asymmetrische Haltung des Manji Uke keinen Sinn mehr. Die Bewegung wurde folglich in zwei logisch trennbare, geradlinige Akte aufgeteilt: Einen Block gegen einen tiefen Tritt nach vorne und einen defensiven oder offensiven Faustrückenschlag nach hinten.

Hadan | Yopdwi Sangdan Makki

Gegenläufiger Hoch-Tief Ellenblock.

Der gegenläufige Hoch-Tief Ellenblock kommt in den Formen Samil und Tongil vor. 

KONTAKT
Thema Deiner Anfrage
Dein Name *
Altersgruppe
Name des Kindes
gewünschter Standort

Erhalte Zugriff zum Mitgliederbereich und exklusiven Lehrinhalten. Wir senden Dir Deine persönlichen Zugangsdaten zur privaten Verwendung an Deine Emailadresse

optional: Nachricht
Email Adresse *
Deine Handynummer *
Datenschutz: *

Bestätige dieses Feld, damit wir Dich gemäß unserer Datenschutz­richtlinie kontaktieren dürfen.